Kurznachricht

14.05.2012
Kategorie: Archiv 2012

Wilderer streifen durch europäische Museen

Diebstähle in Sammlungen und Austellungen zerstören wertvolle Präparate


Museum im Ritterhaus, Offenburg

Auf der Jagd nach dem Horn des Nashorns machen Wilderer nun auch nicht mehr vor Museen halt. Im Jahre 2011 sind 56 Diebstähle in naturhistorischen Sammlungen und Ausstellungen zu verzeichnen, bei denen wertvolle Präparate zerstört wurden.
Es handelt sich um organisierte Banden, die mittlerweile als „asiatisch-afrikanische Mafia“ betitelt werden. Sie betreten meist als Besucher die Museen, lenken das Personal ab und reißen das Horn rabiat aus den Präparaten. Denn vor allem im asiatischen Raum glaubt man an ein „Wundermittel“, das potenzsteigernd und sogar gegen Krebs wirkt. Dadurch lassen sich mit dem Diebesgut auf dem Schwarzmarkt je nach Größe 25 000 – 200 000 Euro erzielen. Obwohl das Horn der Rhinos aus Keratin besteht, also aus der gleichen Substanz wie die menschlichen Haare und Fingernägel.
Europol warnt nicht nur Museen, sondern auch Wildparks und Zoologische Gärten ihre Nashörner durch Überwachungssysteme zu schützen.
Der beste Schutz jedoch ist das Entfernen des Horns- bei lebenden Tieren wie auch Museumspräparaten.
So trägt auch unser Panzernashorn ein Hornimitat aus – Gips.


Stand: 06.07.2011