Museum für Naturkunde Berlin Museum für Naturkunde Berlin

Sonderausstellung „abgetaucht”

8. April bis 7. Dezember 2008

Sonderausstellung zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 im Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin.

Eröffnet am 8.4.2008 durch Frau Astrid Klug, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, in Vertretung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Als einen eigenen Beitrag zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 präsentiert das Museum für Naturkunde ab dem 8. April die Sonderausstellung „abgetaucht” im neuen Wechselausstellungssaal.

Veranstaltungskalender



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Fahnenbarsche (Pseudanthias squamipinnis) wagen sich zum Planktonfang aus dem Schutz der Korallen in einem gesunden Riff in der Umgebung von Sharm el Sheik, Rotes Meer. Photo: Georg Heiss
Sea goldie (Pseudanthias squamipinnis) leaving the protection of the coral in a healthy reef to forage for plankton. Sharm el Sheikh, Red Sea. Photo: Georg Heiss
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Der Krake, ein Riffbewohner. Photo: MFN
The octopus, a reef-dweller. Photo: MFN
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Eine Steinkoralle aus der Gattung Favites, die im Indo-Pazifik häufig vertreten ist. Photo: MFN
A hard coral of the genus Favites, common in the Indo-Pacific. Photo: MFN
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Maskenfalterfischpärchen (Chaetodon semilarvatus) am Riffhang. El Quseir, Ägypten. Photo: Georg Heiss
Pair of masked butterfly fish (Chaetodon semilarvatus) at the reef crest. El Quseir, Egypt. Photo: Georg Heiss
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Schildkröte (Echte Karettschildkröte, Eretomochlys imbricata) beim Abweiden von Algen und Weichkorallen in einem gesunden Riff in der Umgebung von Sharm el Sheikh, Rotes Meer, daneben ein Imperator-Kaiserfisch (Pomacanthus imperator), der von der Arbeit der Schildkröte profitiert. Photo: Georg Heiss
Hawksbill turtle (Eretomochlys imbricata) grazing on algae and soft corals in a healthy reef close to Sharm el Sheikh, Red Sea, with an Emperor Angelfish (Pomacanthus imperator) taking advantage of the turtle´s work. Photo: Georg Heiss
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Ein große Kolonie der Elchgeweihkoralle (Acropora palmata), bis vor wenigen Jahren eine der dominierenden Korallen in der Karibik, steht sie heute auf der Liste der bedrohten Tierarten. Dieses Skelett der Koralle stammt aus dem sogenannten Kubariff, das 1967 von Forschern des Naturkundemuseums nach Berlin gebracht wurde. Photo: MFN
A large colony of elkhorn coral (Acropora palmata), until recently the dominant coral of the Caribbean, now on the list of endangered species. This skeleton is part of the so-called “Cuba-Reef”, collected by museum researchers in 1967. Photo: MFN
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Kolonie der Steinkoralle aus der Gattung Acropora. In der Riffbarsche Schutz vor Fenden finden. Andamanensee, Burma, Photo: Georg Heiss
Colony of hard corals of the genus Acropora providing damselfish with protection against predators. Andaman Sea, Burma. Photo: Georg Heiss
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Eine Gorgonie (Oktokoralle) am Riffhang vor der burmesischen Küste (Burma 2004). Photo: Georg Heiss
Gorgonian (sea fan) at the reef crest. Andaman Sea, Burma. Photo: Georg Heiss

Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Habitaten auf unserem Planeten. Tausende Fischarten, Wirbellose, Algen, Seegräser, Plankton und andere Organismen haben hier ihr Zuhause und sind abhängig von diesem Ökosystem. Leider sind viele Korallenriffe in ihrer Existenz durch inadäquate Nutzung und menschliche Einflüsse bedroht. Korallenriffe sind ein ideales Forschungsfeld, um Prozesse der Evolution, der Biodiversität und der Ökologie besser verstehen zu können. Sie sind aber auch aus der Klima- und Naturschutzforschung nicht wegzudenken, da sie besonders sensible Frühwarnsysteme und Monitore für Umweltänderungen darstellen. Riffe sind ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit, geeignete Schutz- und Nutzungsmaßnahmen interdisziplinär anzupacken. „abgetaucht” als Titel und Motto der Sonderausstellung des Berliner Museums für Naturkunde zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 soll die Besucher überzeugen, dass wegschauen bzw. wegtauchen kein Ausweg ist.

Die Schau über Koralle und Co. nimmt die sehr positiven Erfahrungen der mit überwältigendem Erfolg präsentierten Dauerausstellung „EvA - Evolution in Aktion” auf und ist als Auftakt einer Reihe von Eigenproduktionen zu sehen, die sowohl informieren als auch unterhalten sollen. „Interesse wecken” ist die oberste Prämisse, denn nur Interessierte sind für Informationen empfänglich. Der Lebensraum Riff bietet hier viele Ansätze, faszinierende Eindrücke mit wissenschaftlichen Fakten zu kombinieren. Neben vielen Original-Exponaten finden sich auch eher emotionale Elemente in der Ausstellung. Das große Riff-Diorama etwa oder die Fahrt mit einem Glasbodenboot über ein Saumriff im Roten Meer sorgen für ein hautnahes Abtauchen in eine beeindruckende Unterwasserwelt, deren Erhalt für die Spezies Mensch von Bedeutung ist.

2008 koordiniert das Museum für Naturkunde die deutschen Aktivitäten zum 2. Internationalen Jahr des Riffes (IYOR 2008 - http://www.iyor2008.de). Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist Gastgeber der 9. UN-Naturschutzkonferenz (http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/un_konferenz_2008/aktuell/39333.php) im Auftrag der Bundesregierung, und auch Schirmherr für den Beitrag Deutschlands zu diesem Internationalen Jahr sowie die zugehörige Ausstellung „abgetaucht”, beides gehört zum Rahmenprogramm der UN-Naturschutzkonferenz 2008 in Bonn.

Begleitbuch:

Das Begleitbuch zur Sonderausstellung „abgetaucht” spannt den Bogen von frühesten Mikrobenriffen der Erdgeschichte bis zur Situation des heutigen Ökosystems Riff. Fachautoren erzählen in einzelnen Beiträgen spannende, kuriose, unterhaltsame und informelle Fakten.

Vorderseite Begleitbuch 'abgetaucht' "abgetaucht", Begleitbuch zur gleichnamigen Sonderausstellung des Museums für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin. 224 Seiten, durchgehend 4-farbig. Herausgegeben vom Museum für Naturkunde Herausgeber: Reinhold Leinfelder, Georg Heiss, Uwe Moldrzyk. Erscheint im Konradin Verlag ISBN 3-920560-23-X. Euro 14,90.

Erhältlich beim Museum für Naturkunde im Shop oder im Versand (zzgl. Versandkosten, derzeit Euro 2,20 innerhalb Deutschlands).
Bestellung unter info@museum.hu-berlin.de

Leseprobe (Seiten 1-9)




Impressum

"abgetaucht" - Sonderausstellung zum internationalen Jahr des Riffes 2008

Die Sonderausstellung ist ein Förderprojekt des Bundesamtes für Naturschutz, unterstützt durch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Veranstalter:

Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin

Generaldirektor:

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder

Konzeption:

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Dr. Georg Heiß, Uwe Moldrzyk, Benedikt Esch

Projektleitung:

Uwe Moldrzyk

Ausstellungsgestaltung:

Benedikt Esch

Ausstellungsgrafik:

Nils Hoff, Thomas Schmid-Dankward, Elke Siebert, Carola Radke, Petra Messerschmidt

Kuratorische Betreuung:

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Dr. Georg Heiß, Prof. Dr. Wolfgang Kießling, Dr. Dieter Korn, Dr. Jürgen Kriwet, Dr. Carsten Lüter, Dr. Peter Bartsch, Dr. Christian Neumann, Dr. Oliver Coleman, Dr. Ulrich Struck, Dr. Jason Dunlop, Dr. Matthias Glaubrecht, Dr. Birger Neuhaus

Präparatorische und Konservatorische Betreuung:

Detlev Matzke, Ralf Rot, Robert Stein, Detlev Willborn, Lutz Berner, Markus Brinkmann, Hans-Hartmut Krüger, Christa Lamour, Kristine Kämpf, Lothar Maitas, Karin Meschter, Antje Schwiering, Michael Hollmann.

Realisiert unter Mitwirkung von:

Herdis Arlt, Anna Beckmann, Oliver Hähnel, Tomas Kleinert, Robert Lang, Erik Lehmann, Hans-Jürgen Lehmann, Ole Oppermann, Holger Schick, Kristin Schnack, Hendryk Schneider, Bärbel Stripling, Michael Templer

PR und Öffentlichkeitsarbeit

Stefanie Schmidt, Dr. Gesine Steiner

Ausstellungsbau:

Complexx Messe- und Ausstattungsbau GmbH
Museum für Naturkunde, Werkstätten

Medientechnik:

VOLKE Kommunikations-Design GmbH
ict Innovative Communication Technologies AG

Mediengestaltung:

TheGreenEyl & Faust

Dank an Leihgeber und Kooperationspartner:

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie München, Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven, Deutsches Technikmuseum Berlin, GeoBio-Center der Ludwig-Maximilians-Universität München, Geowissenschaftliches Zentrum der Universität Göttingen, Hauptzollamt Gießen, Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-Geomar Kiel, marum - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften Bremen, Deutsches Meeresmuseum Stralsund, Reef Check e.V., Reifen-Müller, Prof. Dr. Helmut Schuhmacher, Institut für Angewandte Geowissenschaften Technische Universität Berlin, Universität Duisburg-Essen, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, Zentrum für Marine Tropenökologie Bremen (ZMT).

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Fotos:

Dorling Kindersley Verlag, 3D digital photo, Michael Eisinger, Hans Hass Institut, Klaus Jost - jostimages, Michael Jung, Marc Kochzius, Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, NASA, Reefball.com, Helmut Schuhmacher, Fredy Brauchli - sub aqua pictures, Nikki van Veelen, Susan Wells, Christian Wild

Filme:

ALDEBARAN Marine Research & Broadcast, Christian Alter, Red Sea Environmental Center Dahab, Bundesamt für Naturschutz, GeoBio-Center der Ludwig-Maximilians-Universität München, Leibniz Institut für Meereswissenschaften IFM-Geomar Kiel, marum - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften Bremen, Peter Schneider - underwatercam.tv

BMU BfN IYOR Wall Tagesspiegel Natur + Kosmos Aldebaran Klaus Jost www.jostimages.de Dorling Kindersley 3D digital photo Werner und Inge Grüter-Stiftung Optimahl Catering GmbH