
Wissenschaftsjahr 2012: "Zukunftsprojekt Erde"
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) richten die jährlichen Wissenschaftsjahre aus. In diesem Jahr dreht sich dabei alles um Nachhaltigkeitsforschung »Zukunftsprojekt Erde«. Im Museum für Naturkunde steht jeder einzelne Tag genau unter diesem Thema. Wir laden Sie ein, einen genauen Blick auf unsere Forschung zu werfen.
Das ausführliche Programm zum Wissenschaftsjahr 2012 im Museum für Naturkunde finden Sie hier.
Blickpunkt: Vielfalt der Arten
Diskussion: Der Wert der Arten – auf Heller und Pfennig?
Welche Bedeutung haben Arten für den Menschen und in welcher Form sind Arten bedroht? Steht die zunehmende Monetarisierung über das Konzept der »ökosystemaren Dienstleistungen« bis hin zur TEEB-Studie dem langfristigen Ziel der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Biodiversität sogar entgegen? Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde, diskutiert mit Naturwissenschaftlern und Philosophen zur Wertschätzung der Artenvielfalt.
Moderation: Thomas Prinzler, Wissenschaftsjournalist
Eine gemeinsame Veranstaltung des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung Deutschland, dem Leibniz-Verbund Biodiversität und dem Museum für Naturkunde.
Wann: Donnerstag, 24.5.2012, 19.30 Uhr
Eintritt: frei
Familienprogramm im Mikroskopierzentrum: "Ich sag's dir ganz konkret"
15.00 Uhr: Hier gibt’s was auf die Ohren: Im Rahmen eines groß angelegten Restaurierungsprogramms in Mecklenburg-Vorpommern sollen zerstörte Moorflächen wiederhergestellt werden – auch um Lebensräume für Bodenbrüter und Wasservögel zu schaffen. In einer dieser Renaturierungsflächen wird vom Museum für Naturkunde ein bioakustisches Monitoring etabliert, um zu »erhören« welche Vogelarten dort leben und wie häufig sie vorkommen. Mit Dr. Karl-Heinz Frommolt, Kustos des Tierstimmenarchivs
16.00 Uhr: Was Tiere in der Eiszeit gemacht haben: Viele Tierarten sind während den Eiszeiten ausgestorben. Doch Eiszeiten bieten auch Chancen. Das in den Eisbergen gebundene Wasser verringert den Meerwasserspiegel, wodurch isolierte Inseln und Landmassen verbunden wurden, wie z.B. beim Sundaschelf in Südostasien. Konnten Tiere die entstandenen Landbrücken zwischen Sumatra, Borneo, Java und Bali nutzen? Welche Rolle hatten Klima, Vegetation und Vulkanausbrüche auf diese »Wanderungen«? Diese und weitere Fragen beantwortet Joerns Fickel vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung am Beispiel der Katzen und Schleichkatzen im Sundaschelf.
Wann: Samstag, 26.5.2012, 15.00-17.30 Uhr

