Fragen der Forschung

Viele Schneckengehäuse Im Zentrum unserer Forschungen an heutigen wie ausgestorbenen Lebensformen stehen Fragen zur biologischen Vielfalt (Diversität) und zu den Ursachen morphologischer und genetischer Vielgestaltigkeit (Disparität) der Organismen auf der Erde. Unsere Wissenschaftler erforschen Ursprung und Ursachen biologischer Diversität auf der Erde und untersuchen die Mechanismen und Triebkräfte der Evolution. Dies spiegelt sich auch in der im Juli 2007 neu eröffneten Ausstellung wider, die unter dem Titel „Evolution in Aktion“ stehen wird.

Keine andere Fachdisziplin hat unser Weltbild im vergangenen Jahrhundert mehr beeinflusst als die Evolutionsforschung. Tatsächlich ist in der Biologie die Evolutionstheorie das tiefgreifendste und machtvollste Gedankengebäude. Aufbauend auf den Ideen des britischen Naturforschers Charles Darwin gehört die Evolutionstheorie deshalb zu den umwälzendsten intellektuellen Revolutionen.

Mit der frühen Geschichte der Erde befassen sich außerdem die Mineralogen und Geologen des Museums für Naturkunde, indem sie die Entwicklung des Sonnensystems und die Einwirkung von Meteoriten auf die Erde untersuchen. Der Entfaltung des tierischen und pflanzlichen Lebens sowie dem Werden und Vergehen ihrer Lebensräume widmen sich die Paläontologen. Unsere Systematiker und Zoologen erforschen neben der Biodiversität insbesondere die Mechanismen der Evolution am Beispiel ausgewählter Tiergruppen; dabei nutzen sie so genannte Naturlaboratorien wie etwa die Inseln Hawaiis oder die Süßwasserseen Ostafrikas und Südostasiens.