Vredefort crater, South Africa

Forschungsbereich

Impakte, Meteoriten und Geoprozesse

Die Entwicklungsgeschichte des Sonnensystems ist geprägt von Kollisionen kosmischer Körper unterschiedlichster Größe. Dies wird einerseits dokumentiert durch die mit Einschlagkratern übersäten Oberflächen der Planeten (z.B. Mond, Mars und Merkur), andererseits werden primitive Meteorite als Bruchstücke früher Kollisionen verstanden.

Ziel der Forschung am Museum für Naturkunde ist es zu klären, welchen Einfluss Kollisionsereignisse auf die Entwicklung der Planeten und die Evolution des Lebens (Massenaussterben z.B. der Dinosaurier) gehabt haben. Darüber hinaus soll ein besseres Verständnis entwickelt werden für die hochdynamischen Prozesse während eines Einschlagereignisses und die dadurch verursachten Modifikationen in Meteoriten, Gesteinen und Mineralen unter extremen Druck- und Temperaturbedingungen. Die Identifikation und Erfassung von Einschlagkratern auf der Erde und die Rekonstruktion der Kraterbildung sind ebenfalls wesentlicher Bestandteil der Forschung. Die methodische Palette reicht von der geophysikalischen Exploration von Kraterstrukturen über Geländearbeiten an irdischen Kratern und die mineralogische Analyse ihrer Gesteine und von Meteoriten im Labor, bis hin zu Computersimulationen und Laborexperimenten

Die unterschiedlichen methodischen Ansätze werden darüber hinaus in Projekten zur Lagerstätten-, Gesteinskunde und Mineralogie, und zur Simulation von Hangrutschungen und Tsunamiwellen angewendet.


Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"

Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"

Gab oder gibt es Leben auf anderen Himmelskörpern? – Diesen und weiteren Fragen widmet sich die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) angeführte Forschungsallianz ‚Planetenentwicklung und Leben’, die der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. (HGF) für fünf Jahre zur Förderung ausgewählt hat.

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  • Lithopanspermia - Interplanetarer Transfer von Leben
  • Numerische Modellierung von Impaktprozessen
    • Planetare Kollisionen: Auswirkungen eines großen Einschlags auf die Entwicklung eines Planeten
    • Auswirkungen schräger Einschläge und Topographie auf die Kratergenese und Umwelt
    • Auswirkungen von Materialbeschaffenheit und Stratigraphie auf die Kraterchronologie
  • Massenaussterben durch Impaktereignisse

MEMIN

MEMIN

Kollisionen fester Körper zählen zu den fundamentalsten Prozessen im Sonnensystem. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Forschergruppe MEMIN (Multidisciplinary Experimental and Modeling Impact Crater Research Network) verfolgt das Ziel, die Prozesse bei Hochgeschwindigkeitseinschlägen und die Bildung von Meteoritenkratern mit experimentellen und numerischen Verfahren zu analysieren.

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Impaktkrater

Tswaing Krater (Südafrika), Foto aufgenommen von Hans-Rudolf Knöfler (MfN)
  • Petrogenese der Impaktschmelze kleiner Impaktkrater (Tenoumer, Waber)
  • Differentitation und Platznahme von Impaktschmelzgängen (Offset Dikes) der Sudbury Impaktstruktur
  • Genese PGE-reicher Sulfiderze der Sudbury Impaktstruktur
  • Entstehung und Kollaps des Ejektaplumes großer Meteoriteneinschläge - Eine Fallstudie am Rieskrater, Deutschland (Finanzierung: DFG)
  • Gefährdung durch NEO: Auswirkungen von Einschlägen und Abwehrmaßnahmen (Finanzierung: ESA)
  • Die El´gygytgyn-Impaktstruktur, Sibirien: Untersuchung einer mittelgroßen Impaktstruktur in vulkanischem Zielgestein (DFG-SPP ICDP)
  • Petrologie, Geochemie und Altersdatierung des Chesapeake Bay Impaktkraters (spätes Eozän) an Impaktschmelzgesteinen vom USGS-ICDP Bohrkern Eyreville-B (Finanzierung: DFG)

Meteoriten und ihre Mutterkörper

  • Klassifikation
  • ISSI
  • Impakte auf Asteroiden (Lutetia, Vesta)

Software-Entwicklung


Geoprozesse


Stand: 25.09.2012