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Opening up the Natural History Heritage for Europeana

Über eine Million naturkundlicher Multimediaobjekten sollen im Rahmen des EU-Projektes „OpenUp!“ der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das umfasst Bilder von Objekten botanischer und zoologischer Sammlungen, wie Herbarbögen und Schmetterlingskästen, aber auch Tondokumente, Videoaufnahmen, historische Zeichnungen und Gemälde naturhistorischen Inhaltes.

Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit 3,5 Millionen Euro für drei Jahre (2011-2014). OpenUp! wird vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin koordiniert. Im Rahmen des OpenUp!Projektes werden die naturkundlichen Multimediaobjekte aufbereitet und in hoher Qualität über die europäische Datenbank „Europeana“ verfügbar gemacht. Das Portal „Europeana“ (www.europeana.eu) erschließt und vereint das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Europas und öffnet es für die breite Öffentlichkeit. Bisher umfassen die Daten in „Europeana“ allerdings vorrangig kulturgeschichtliche Daten. Mit dem Projekt „OpenUp!“ werden naturwissenschaftliche Daten integriert. Damit rücken Kultur und Natur, Kulturgeschichte und Naturgeschichte endlich enger zusammen. Wo immer in bildender Kunst, Literatur und historischer Technik Pflanzen und Tiere auftreten, wird „OpenUp!“ das komplementäre Expertenwissen aus naturkundlichen Sammlungen bereitstellen.

Europäische naturkundliche Sammlungen enthalten hunderte Millionen Sammlungsobjekte, die der Wissenschaft zu Forschung und Vergleichszwecken zur Verfügung stehen. Mit Einzug der Computertechnik wurden Sammlungsdaten zunehmend digitalisiert und seit der Jahrtausendwende in Netzwerke eingebunden, wo sie heute über GBIF (www.gbif.org) für die Wissenschaft bereitstehen. Allerdings wird der Wert dieses in Fachkreisen fest etablierten Netzwerks bisher durch die breite Öffentlichkeit wenig wahrgenommen. Dies liegt auch an der traditionellen Verwendung von wissenschaftlichen Namen der Tiere und Pflanzen als Such- und Schlüsselbegriffe. Das Projekt „OpenUp!“ wird für eine Überwindung dieses Hindernisses durch die Aufbereitung und Einbindung landessprachlicher Pflanzen- und Tiernamen sorgen. Denn ein Normalbürger fragt nach Eiche und Esche, nicht nach Quercus und Fraxinus.

Initiiert wurde das Projekt von Institutionen des „Consortium of European Taxonomic Facilities“ (CETAF) und Mitgliedern der Global Biodiversity Information Facility (GBIF). Projektpartner sind 23 führende naturkundliche Institutionen aus 12 europäischen Staaten.


OpenUp! am Museum für Naturkunde

Das Museum für Naturkunde in Berlin wird im Rahmen des Projektes „OpenUp!“ 10.000 Kurzversionen von Tierstimmen des Tierstimmenarchivs (http://www.tierstimmenarchiv.de/) und insgesamt 20.000 hochqualitative Bilder von eigenen Sammlungsobjekten über Europeana sichtbar machen.

Hier findet man die bereits verfügbaren Multimediaobjektes des Museums für Naturkunde in Europeana:

Hier klicken (GloBIS), Hier klicken (Tierstimmenarchiv)

Des Weiteren koordiniert das Museum für Naturkunde das OpenUp! Arbeitspaket 4 – "Anbindung und Qualitätssicherung der zoologischen, paläontologischen und mineralogischen Multimediaobjekte".


Stand: 05.09.2012