Historische Arbeitsstelle


Die Historische Arbeitsstelle bewahrt die Sammlung zur Wissenschaftsgeschichte des Museums für Naturkunde Berlin auf und macht sie zugänglich. Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung historischer Schriftstücke, Dokumente, Nachlässe, Bilder und biologischer Modelle. Als Ganzes stellen diese ein einmaliges Quellenmaterial für die Geschichte der vom Museum abgedeckten Fachgebiete dar.
Die Historische Arbeitsstelle ist Teil der kulturwissenschaftlichen Abteilung PAN-Perspektiven auf Natur (Forschungsbereich Wissenschaftskommunikation und Wissensforschung) und wird durch Anita Hermannstädter geleitet.

Sammlungsfelder (Auswahl)

Dokumente von Forschungsreisen
Ein erheblicher Teil der Sammlung beinhaltet Briefe, Reisenotizen, Reisetagebücher, Sammlungslisten, Skizzenhefte, Zeichnungen und Fotografien von Forschungsreisen und –expeditionen.

Korrespondenz
Die Korrespondenz von insgesamt drei Einrichtungen – dem Zoologischen Museum (ab 1810), dem Paläontologischen Museum (ab 1889) und der ‘Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin’ (ab 1773) sind fast vollständig erhalten geblieben. Dieses Material umfasst hauptsächlich die wissenschaftliche Korrespondenz früherer Direktoren und Kuratoren sowie von Mitgliedern der Gesellschaft Naturforschender Freunde mit Fachkollegen in der ganzen Welt. Diese Briefe sind sortiert nach den entsprechenden Korrespondenzpartnern.

Biologische Modelle
Um die Ergebnisse biologischer Forschung weiterzugeben, haben anatomische Modelle für die Lehre eine wichtige Rolle gespielt – und tun das auch heute noch. Wissenschaftler, technische Mitarbeiter und Künstler spielten alle eine wichtige Rolle bei der Erstellung dieser Modelle. Jeder von ihnen setzte andere Materialien ein, um seine Ideen umzusetzen. In der Historischen Arbeitsstelle findet man daher Modelle aus Papiermaché, Gips, Wachs und sogar Glas – alles Materialien, die für die studentische Lehre beziehungsweise für Museumsausstellungen eingesetzt wurden.

Portraits
Die Portraitsammlung umfasst derzeit rund 7000 Bilder (Fotografien, Kupferstiche und Lithografien), hauptsächlich von Zoologen.

Stand: 07.08.2014