Zool. Mus., Signatur: B III/124a Vorderansicht MfN Berlin 1893

Geschichte des Museums

Hervorgegangen ist das Museum für Naturkunde aus drei Museen, die 1810 gleichzeitig mit der Gründung der Berliner Universität Unter den Linden eingerichtet wurden: das Anatomisch-Zootomische, das Mineralogische (ab 1814) und das Zoologische Museum.

1880 füllen die Sammlungen zwei Drittel des Universitätsgebäudes und der Bau eines neuen Museums ist nötig. Am 2. Dezember 1889 eröffnete Kaiser Wilhelm II. das neue Museumsgebäude in der Invalidenstraße.
Ab diesem Jahr übernimmt das Museum Stücke aus damaligen deutschen Kolonien und von bedeutenden Forschungsreisen wie der Valdivia-Tiefsee-Expedition und der Tendaguru-Expedition.

Während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) wird der weltbekannte Zoologe und Museumsmitarbeiter Walther Arndt (1891-1944) wegen “defätistischer Äußerungen“ hingerichtet. Außerdem wird der Ostflügel des Museums zerstört. Die großen Säugetiere und meisterhaften Walplastiken werden nahezu gänzlich zertrümmert. Die Mehrzahl der Sammlungsstücke kann jedoch in Sicherheit gebracht werden.
Nach Kriegsende ist das Museum am 16. September 1945 das Erste in Berlin, das wiedereröffnet wird.

Während der DDR-Zeit gibt es Expeditionen nach Kuba, in die Mongolische Volksrepublik und in die Sowjetunion. Der Besuch von Vertretern westlicher Länder ist die Ausnahme.

Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung 1989/1990 wird das Museum in drei Institute reorganisiert:
• Institut für Mineralogie
• Institut für Paläontologie
• Institut für Systematische Zoologie
1992 werden Dächer und Teile der Fassade saniert und neue Labortrakte geschaffen.

Im August 2003 wird die neue Dauerausstellung "Präparation" eröffnet. Mit dem gleichzeitig eröffneten „Humboldt-Exploratorium“ geht das Museum einen Schritt in Richtung „public understanding of science“.
Im Jahre 2005 beginnt die Sanierung und Renovierung von rund einem Drittel der Ausstellungsfläche.

Ein Jahr später (2006) wird der erste hauptamtliche Generaldirektor berufen. Das Museum wird in drei Abteilungen reorganisiert:
Abteilung für Forschung
• Abteilung für Sammlungen
• Abteilung für Ausstellungen und Öffentliche Bildung
Der Wiederaufbau des Ostflügels beginnt.

Aufgrund seiner überregionalen Bedeutung wird das Museum am 1. Januar 2009 per Gesetz zu einer Stiftung öffentlichen Rechts. Zeitgleich wird es Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Im September 2010 feiert das Museum für Naturkunde seinen 200. Geburtstag. Gleichzeitig wird die Jubiläumsausstellung und der wieder aufgebaute Ostflügel eröffnet.

Im Jahre 2011 beginnen die Vorbereitungen für die Evaluierung einer externen Bewertungsgruppe. Die im Herbst 2012 erstmalig stattfindende Evaluierung ist die wichtigste Maßnahme des Qualitätsmanagements in der Leibniz-Gemeinschaft.


Geschichte der Ausstellungen

Die Geschichte der Ausstellungen  begann um 1900 mit revolutionären Konzepten. Sie mündet in den multimedialen Ausstellungen von heute.


Geschichte der Sammlungen

Das Museum blickt auf eine lange und bewegte Geschichte der Sammlungen zurück.

Stand: 13.06.2012