Geschichte der Ausstellungen

Die Geschichte der Ausstellungen begann um 1900 mit revolutionären Konzepten. Sie mündet in den multimedialen Ausstellungen von heute.

Sie beginnt 1889 mit dem Umzug der Sammlungen vom Hauptgebäude der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität in das eigene Museumsgebäude an der Invalidenstraße.

Streit um Ausstellungspräsentation
Bereits während der Bauplanungen diskutierten die Verantwortlichen heftig darüber, in welcher Form die Schätze des Museums präsentiert werden sollten. Der Direktor des Zoologischen Instituts, Wilhelm Peters, hatte sich während der Planungsphase vehement dafür ausgesprochen, alle Sammlungen für das Publikum zugänglich zu machen. Damit setzte er sich gegen den Architekten August Tiede durch, der eine spezielle Ausstellungsetage einrichten wollte.

Trennung von "Schausammlung" und "Hauptsammlung"
Der nachfolgende Direktor Karl Möbius sorgte dafür, dass die Ausstellungen nach dem Umzug nur im Erdgeschoss eingerichtet wurden. Diese Trennung von "Schausammlung" und "Hauptsammlung" galt damals als revolutionär und setzte sich bald überall durch. In den folgenden Jahren veränderten sich die Ausstellungen vielfach. Dioramen wurden zu einem wesentlichen Gestaltungselement.

Die Saurier kommen
In den 1930er Jahren trafen die Saurierknochen aus Tendaguru ein und wurden im großen Lichthof zu Skeletten montiert. Der Zweite Weltkrieg setzte allen Veränderungsbestrebungen ein jähes Ende. Von den 1950ern bis in die 1980er Jahre hinein wurden viele Säle neu gestaltet und renoviert.

Wissenschaft trifft Öffentlichkeit
Am 13. Juli 2007 wurden nach zweijähriger Bauzeit vier Dauerausstellungssäle sowie ein Saal für Sonderausstellungen baulich saniert und mit neu gestalteten Ausstellungen eröffnet. Unter dem Titel „Evolution in Aktion“ werden verschiedene Themen unserer Forschung über die „Evolution der Erde und des Lebens“ dargestellt.

Seit 13. September 2010 wird die Dauerausstellung durch das Erdgeschoss des wieder aufgebauten Ostflügels ergänzt. Ein Sammlungsmagazin mit gläsernen Wänden ermöglicht dort einen Blick in unsere Fischsammlung und herpetologische Sammlung (Amphibien und Reptilien) als Beispiele für die zahlreichen und vielseitigen Sammlungen, die das Museum beherbergt.

Die Ausstellungen sind heute mehr denn je Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Forschung und Öffentlichkeit.

Stand: 18.07.2012