Geschichte der Sammlungen

Das Museum blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.

Das Museum ist aus drei Museen hervorgegangen, die im Jahr 1810 mit der Gründung der Berliner Universität „Unter den Linden“ entstanden sind:

• das Anatomisch-Zootomische Museum
• das Mineralogische Museum (ab 1814)
• das Zoologische Museum

Den Grundstock der zoologischen Sammlungen bildeten die Kollektionen des Grafen Johann Centurius von Hoffmannsegg und des Sibirien-Reisenden Peter Simon Pallas.

Das Mineralogische Museum war Nachfolger des Königlichen Mineralienkabinetts und beherbergte Minerale sowie paläontologische Objekte des Freiherrn von Schlotheim, Leopold von Buchs und Alexander von Humboldts.

Bau des Museums für Naturkunde
Um 1880 füllten die Sammlungen zwei Drittel des Hauptgebäudes der Universität. Bereits fünf Jahre früher schätze man den Bestand des Zoologischen Museums auf mehr als eine halbe Million Objekte. Dieses Ausmaß war unübersichtlich für Wissenschaftler und Besucher. Daher entschloss man sich zum Bau des Museums für Naturkunde, das die drei Museen vereinen sollte. Es wurde am 2. Dezember 1889 von Kaiser Wilhelm dem Zweiten in der Invalidenstraße eröffnet.

Sammlungszuwachs durch Expeditionen
Expeditionen, Schenkungen und Ankäufe vergrößerten den Umfang der Sammlungen immens. Zu den bedeutenden Forschungsreisen, die zwischen 1875 und 1910 durchgeführt wurden, zählen die „Gazelle“-Expedition, die Valdivia-Tiefsee-Expedition und die Tendaguru-Expedition nach Tansania (Ostafrika). Letztere barg 250 Tonnen versteinerte Saurierknochen, die nach Berlin gebracht wurden. Die Beförderung, Aufnahme und Bearbeitung solches Expeditionsmaterials waren eine große Herausforderung. Auch in der Zeit danach wuchsen die Sammlungen stetig an. Sie sind heute die Basis für die interdisziplinäre Forschungsarbeit des Museums und ein unschätzbar wertvolles Archiv der Erd- und Lebensgeschichte.

Stand: 12.04.2011