Blick auf den neu errichteten Sammlungsflügel: Betonfertigteile wurden an die Stelle der nicht mehr vorhandenen Fassade gesetzt.

Der neu errichtete Sammlungsflügel

Zerstörung des Ostflügels 1945
Während des Zweiten Weltkrieges am 3. Februar 1945 wurde in einem Tagesangriff der Amerikaner auch das Museum für Naturkunde schwer getroffen. Eine Bombe schlug im zweiten Obergeschoss des Ostflügels durch einen der Säle für die Insektensammlungen, traf die Bücherei sowie einen Sammlungssaal der Säugetierabteilung im ersten Obergeschoss und stürzte in den "Anatomischen Saal" der Ausstellung im Erdgeschoss. Durch das Wegreißen der Stützpfeiler stürzte der Ostflügel des Museums bis in den Keller zusammen.

Modernisierung des Museums
Im Jahre 1995 wurde ein Gutachterverfahren zur Modernisierung und Grundinstandsetzung des Museums veranstaltet. Der erste Bauabschnitt umfasste auch den Wiederaufbau des Ostflügels. Im Neubau werden die zoologischen Nass-Sammlungen des Museums gelagert. Im Dachgeschoss
des neuen Ostflügels entstand ein modernes Präparatorium. Die bisher über das gesamte Gebäude verteilten Sammlungen von unschätzbarem wissenschaftlichem und kulturellem Wert werden seit September 2010 zentral in fünf bis sechs Meter hohen Sälen in raumhohen, fest eingebauten Regalanlagen und unter konservatorisch und brandschutztechnisch optimalen Bedingungen archiviert. Die Säle werden klimatisiert und die Sammlungen bei einer Temperatur von 15–18°C gelagert. Die Kühlung minimiert die Zersetzungsprozesse und ist gleichzeitig für die brandschutztechnische Sicherheit wichtig.

Forschungsammlung für Besucher sichtbar
Der neue Sammlungssaal im Erdgeschoss des Ostflügels ist in den Ausstellungsrundgang einbezogen und so für die Besucher des Museums einsehbar. Dadurch entsteht die Möglichkeit, im Rahmen des Museumsbesuchs auch einen Eindruck von den wissenschaftlichen Forschungsammlungen zu erhalten.

Bildergalerie: Aufbau des Sammlungsflügels

Stand: 26.06.2012