
11. Juni 2010
Jetzt endlich kann die weltweit beachtete „Nasssammlung“ umziehen:
Der im Krieg zerstörte Ostflügel ist wieder aufgebaut worden ?
binnen zwei Jahren und wie vorgesehen für 29,6 Millionen Euro, je
zur Hälfte finanziert von Land und Bund....Feierliche
Wiedereröffnung ist zum 200-jährigen Jubiläum des Museums
am 13. September.

29. April 2010
Anne Brüning
In Westafrika ist es durchaus üblich, Frösche zu essen.
Sie werden in der Sonne getrocknet und dienen dann als Suppenzutat
oder sie stehen gegrillt auf dem Speisezettel. In jüngster Zeit
werden die Tiere jedoch in derart großen Mengen in der freien
Natur gesammelt, dass ihr Bestand vermutlich bedroht ist.
Das berichten Forscher um Mark-Oliver Rüdel und Meike Mohneke
vom Museum für Naturkunde Berlin im Fachmagazin Traffic Bulletin.

5. Mai 2010
Anne Brüning
Mehr als füünfzig Arten von Parasiten können den Menschen befallen.
Sie saugen Blut, rücken ihm auf den Pelz und fressen seinen Darminhalt.
Das macht Geschöpfe wie Kopfläuse, Krätzmilben und Bandwürmer
nicht gerade beliebt. Dabei sind sie aus biologischer Sicht hochinteressant ?
vor allem, weil sie bei der Anpassung an ihre Gastgeber erstaunliche
Fähigkeiten entwickelt haben.
In der Sonderausstellung „Parasiten ? life undercover“ des Berliner Museums
für Naturkunde können Besucher in die Welt der kleinen
Schmarotzer eintauchen. ...

6. April 2010
Forscher haben die ersten Bernsteinfossilien aus Afrika analysiert -
Die eingeschlossenen Lebewesen bieten Einblicke in die Ökologie
der letzten 95 Millionen Jahre - und in die Evolution seitdem
Eigentlich machte ein mittlerweile pensionierter Mineralienhändler
aus Maria Enzersdorf den überraschenden Fund: Er entdeckte vor rund
zehn Jahren auf Märkten in Äthiopien Bernsteine mit darin
eingeschlossenen Fossilien.
Das Besondere daran: Bis dahin waren konservierte Einschlüsse in
versteinertem Harz nur aus Europa, Asien und Nordamerika bekannt.
Aus Südafrika stammten nur versteinerte Harzfunde ohne Fossilien.
Die rund hundert Exemplare, die mittlerweile im Naturhistorischen
Museum Wien, im Museum für Naturkunde Berlin und im
American Museum of Natural History (New York) verwahrt werden,
sind außergewöhnlich klar und farbintensiv, und sie haben eine
Größe von bis zu 25 cm.

24. März 2010
Von T. Baier
Bislang blieb das südlichste Korallenriff der Welt von den
verheerenden Schäden der Meereserwärmung verschont.
Nun ist auch sein Zustand erschreckend.
„Das südlichste Korallenriff der Welt ist erstmals
ausgebleicht. Das Riff um die Lord-Howe-Insel vor der Küste
des australischen Bundesstaats New South Wales ist bekannt
für seine einzigartige Zusammensetzung von Korallen. „Seit 16
Wochen liegen die Wassertemperaturen in der Region etwa zwei
Grad über den Normalwerten“, sagt Reinhold Leinfelder,
Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin.
Das zeigen Daten der Wetter- und Ozeanographiebehörde
der Vereinigten Staaten, NOAA.“

15. März 2010
Von Pia Heinemann
„Ein Beispiel hat die Nass-Sammlung des Berliner Naturkundemuseums zu bieten.
Sie hat der Elbe wieder zu ihren Lachsen verholfen. In den Regalen
der wissenschaftlichen Sammlung stehen Abertausende von kleinen und
großen Gefäßen in Reih und Glied. Schlangen, Schildkröten, Amphibien
und kleine Säugetiere blicken mit leeren Augen durch den trüben,
gelben Alkohol.
In einem Gefäß drückt ein verblichener Elbelachs seine Flossen
an die Scheibe. Er lieferte, obwohl bereits seit über 100 Jahren tot,
den Wissenschaftlern mit einer kleinen Gewebeprobe den entscheidenden
Hinweis darauf, welche Gene ein Lachs braucht, um in der Elbe zu schwimmen.“

5. März 2010
„Ein paar Jahre lang verharrte das Weltklima auf diesem Niveau, die
Abkühlung zerstörte vermutlich alle Wüalder auf der Erde.
Als die Schwefelsäuretröpfchen als saurer Regen langsam
wieder zur Erde gerieselt waren, siedelten sich erst einmal
Farne auf den gigantischen Brachflächen an. „Über der
KT-Grenze finden die Forscher bis nach Neuseeland daher Tonschichten,
die voller Samen dieser Farne stecken“, erzählt Wolfgang Kießling
vom Berliner Museum für Naturkunde und der Humboldt-Universität,
der ebenfalls am „Science“-Artikel mitgearbeitet hat.
Allerdings hatten auch viele Samen die Naturkatastrophe überstanden.
Die Pflanzenwelt und viele Bäume wuchsen daher nach einiger
Zeit wieder auf der Erde. Bis dahin aber waren die Tiere längst
verhungert, die von diesen Pflanzen lebten.“

25. Februar 2010
Die Bundesregierung beschloss heute, im September 2011 eine
10-Euro-Gedenkmünze „150 Jahre Entdeckung des Urvogels Archaeopteryx“
herauszugeben. >br />
Die Jury hat ihre Entscheidung wie folgt begründet:
„Als Beispiel für den Archaeopteryx hat der Künstler das Exemplar des
Berliner Naturkundemuseums gewählt. Es ist ihm hervorragend gelungen,
das Besondere des Fossils darzustellen, nämlich die typische Mischung
der Merkmale, die den Charakter des Urvogels als Bindeglied zwischen
Dinosauriern und Vögeln dokumentieren. Archaeopteryx gilt deshalb auch
als eine Ikone der Evolutionsforschung. Die Hauptfundgebiete der
bisher entdeckten zehn Skelettexemplare und einer Einzelfeder liegen
in der Gegend von Solnhofen und Eichstädt in Bayern. Die Fundschichten,
die Solnhofener Plattenkalke, haben ein geologisches Alter von
150 Mio. Jahren.
Die Wertseite entspricht in ihrer kompositorischen und künstlerischen
Eleganz der Bildseite. Die Klarheit der Schrift steht
in einem spannungsvollen Kontrast zur Lebendigkeit des
Federkleides des Adlers.“

4. März 2010
Klimawandel, Naturkatastrophen oder Rohstoffverknappung gehören zu
den Themen, an denen Geowissenschaftler arbeiten. Um in der Region
Berlin-Brandenburg die Forschung und Lehre auf dem Gebiet zu
verbessern, aber auch die vorhandene Infrastruktur effektiver zu nutzen,
wurde gestern die Koordinierungsplattform „Geo.X“ gegründet.
Beteiligt sind die Freie Universität Berlin, die
Humboldt-Universität, die TU Berlin, die Uni Potsdam
sowie das Museum für Naturkunde und das
Deutsche Geoforschungszentrum. Nes

22. Februar 2010
Von Norbert Lossau
In den acht Leibniz-Forschungsmuseen gibt es mehr als 100 Millionen
Ausstellungsstücke - von Sauriern und bunten Schmetterlingen über
Galionsfiguren bis hin zu historischen Flugzeugen. Viele Objekte
sind Grundlage für spannende Forschungsarbeiten

Nr. 83 2/2010
Von Professor Reinhold Leinfelder
Erfreulich ist, dass die Einsicht zum Erhalt der biologischen Vielfalt
in den höchsten politischen Ebenen angekommen ist.
Beim Festakt zur Eröffnung des UNO-Jahrs der Biodiversität 2010
im Museum für Naturkunde Berlin fielen deutliche Worte.
Sowohl die Bundeskanzlerin und der Bundesumweltminister als auch die
höchsten UN-Vertreter gaben ein eindeutiges Bekenntnis zum
Biodiversitätsschutz ab.

29. Januar 2010
Manche Schlangen haben 400 Wirbel, Schildkröten nur 18. War das schon immer so
- und warum? Eine internationale Forschergruppe unter der
Federführung von Johannes Müller vom Museum für Naturkunde Berlin
und Marcelo Sánchez von der Universität Zürich fanden in einer
vergleichenden morphologischen Studie heraus, dass die ersten
Landwirbeltiere sechs Hals- und zwanzig Brustwirbel besaßen.
Weiter konnten die Forscher nachweisen, dass die Baupläne von
Reptilien bereits seit Millionen von Jahren wesentlich variabler
gestaltet sind als diejenigen der Säugetiere und ihrer Vorläufer.

11. Januar 2010
„Wir brauchen eine Trendwende“ - Auftakt des Jahres der biologischen Vielfalt
Berlin. Zum Auftakt des Jahres der biologischen Vielfalt
hat Bundeskanzlerin Merkel zu noch stärkeren Anstrengungen
beim weltweiten Artenschutz aufgerufen. Der Verlust an Arten
und Lebensräumen sei dramatisch und das Tempo beängstigend,
sagte die CDU-Chefin am Montag in Berlin. «Wir brauchen
eine Trendwende - jetzt unmittelbar und nicht irgendwann»,
forderte sie. Das Artensterben sei ein ebenso elementares Problem
wie die Erwärmung des Erdklimas. Merkel hielt die Festrede
während der Auftaktveranstaltung im Berliner Naturkundemuseum
zum Auftakt des Internationalen Jahrs der biologischen Vielfalt,
das die Vereinten Nationen ausgerufen haben. Ziel ist es, das
Thema stärker ins Bewusstsein zu rücken. Denn trotz jahrzehntelanger
Anstrengungen schwindet der Biodiversität in dramatischem Tempo und Ausmaß.

08. Januar 2010
Üppige Gärten voller zierlicher Steinkorallen, schillernd-bunte
Fächerkorallen, Schwämme, Seesterne, Muscheln, Schnecken ? Riffe
verzaubern mit ihrer Artenvielfalt. Forscher um den
deutschen Paläontologen Wolfgang Kießling vom Museum für Naturkunde
in Berlin haben nun herausgefunden, dass Riffe nicht nur zahlreiche
Arten beherbergen, sondern diese auch hervorbringen.

04. Januar 2010
Es ist 200 Jahre alt und nach wie vor ein Publikumsmagnet unter den Berliner Museen:
das im Jahr 1810 gegründete Berliner Naturkundemuseum. Grund genug für das Bundesministerium
der Finanzen, dieser Einrichtung im Jubiläumsjahr eine „eigene“ Briefmarke zu widmen.
Der Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Werner Gatzer, stellt die
Briefmarke am 5. Januar 2010 um 14.00 Uhr im Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße
43, 10115 Berlin der Öffentlichkeit vor.

08. Dezember 2009
Berlin - Endlich ist der Weg zu Berlins Dinosauriern schon beim ersten Blick in
den U-Bahnfahrplan zu finden: Der an der Linie 6 gelegene U-Bahnhof „Zinnowitzer
Straße“ heißt künftig „Naturkundemuseum“. Um den neugestalteten Themenbahnhof
gebührend zu feiern, lädt das Naturkundemuseum am Sonntag (13. 12.) seine
Besucher zu einem kostenlosen Ausstellungsbesuch. Einzige Voraussetzung: Die Besucher
müssen mit der U6 anreisen und sich ihre Freikarte gleich im U-Bahnhof abholen.
Dort waren bislang nur Dinosaurier an den Wänden zu sehen. Nun schmücken auch
Fotos von seltenen Sammlungsobjekten die Station.

13. Dezember 2009

3. November 2009
Die Museen in Deutschland meldeten für das Jahr 2008 insgesamt 104.852.334
Besuche. Im Vergleich zu 2007 ist damit zwar ein Rückgang um 2,3 % zu verzeichnen,
dennoch ist dies immer noch die zweithöchste Besuchszahl seit Beginn der Besuchszahlenerhebung
im Jahr 1981. Diese Zahlen gab jetzt das Institut für Museumsforschung der Staatlichen
Museen zu Berlin, eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in Kooperation
mit dem Deutschen Museumsbund bekannt. Naturkundemuseen mit steigender Besucherzahl
Die einzige Museumsart, für die es auch im Jahr 2008 einen eindeutigen Anstieg
der Besuchszahl gab, waren die Naturkundemuseen. Zurückzuführen ist dies
auf vereinzelte spektakuläre Neukonzeptionen und Eröffnungen. Beispiele
sind das Berliner Naturkundemuseum, das nach der Neueröffnung 2007 auch im
Jahr 2008 sehr beliebt war, sowie das Ozeaneum in Stralsund. Seit der Eröffnung
im Juli 2008 wurde es innerhalb von nur sechs Monaten über 500.000 Mal besucht.

26. Oktober 2009
Die Zeit war schon abgelaufen – doch quasi in letzter Sekunde ist jetzt entschieden
worden, dass der Bahnhof Zinnowitzer Straße zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember
doch in Naturkundemuseum umbenannt wird.

Von Reinhold Leinfelder
18. Oktober 2009
„... In der Sonderausstellung zu Darwin im Berliner Naturkundemuseum begeben
sich die Besucher wie in einem Schiffsbauch auf eine Weltreise zu den damaligen
Forschungsorten. Spekulationen à la Hollywood sollte man allerdings an der Garderobe
abgeben ...““

8. Oktober 2009
Luftblasen in Knochen machten den Hals der Tiere leicht und stabil
(sda) Die Hals- und Rumpfwirbel der pflanzenfressenden Sauropoden waren - ähnlich
wie bei heutigen Vögeln - von luftgefüllten Gewebeblasen umhüllt.
Die Luftblasen drangen sogar ins Innere der bis zu einem Meter langen Wirbel vor
und machten die Knochen löchrig wie einen Käse. Wie diese Pneumatisierung
entstehen konnte, haben nun Forscher des Naturhistorischen Museums Basel und der
Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit Kollegen aus Berlin und Karlsruhe untersucht.
Sie nutzten dafÜr Halswirbel eines Brachiosaurus aus Deutschland und eines
Diplodocus aus dem Sauriermuseum in Aathal.

Dieser Teufelsangler ist ein einzigartiges Objekt aus den Sammlungen des Museums
für Naturkunde in Berlin. Es stammt aus einer Fangfahrt des ehemaligen Instituts
für Hochseefischerei der DDR in Rostock und ist das einzige bisher bekannte Weibchen
mit einem anhaftenden „parasitären Zwergmännchen“. Dies bedeutet,
dass sich die Männchen vieler Tiefseeanglerfische aufgrund ihrer geringen Größe
nicht weiterentwickeln, sondern sich in einem Weibchen festbeißen und mit ihm verwachsen.
Ernährt werden die Männchen über den weiblichen Blutkreislauf. Ihre
Aufgabe ist einzig und allein die Besamung der Eier.

„Vor 200 Millionen Jahren führte ein Mega-Treibhauseffekt, verursacht
durch Riesenvulkane, zu einem der größten Massenaussterben in der Lebensgeschichte.
Besonders betroffen waren Korallenriffe, die damals fast völlig verschwanden.
Ein internationales Team um Lichtenberg-Professor Wolfgang Kießling vom Museum für
Naturkunde Berlin hat nun das einzige überlebende Riff nach dieser Wärmekrise
untersucht und die dramatischen Konsequenzen von globaler Erwärmung und Ozeanversauerung
verdeutlicht.“

„Die Ozeane auf unseren Landkarten müssten eigentlich weiß und nicht
blau abgebildet sein. Denn was sich tief unter der Wasseroberfläche abspielt,
ist weitgehend unerforscht. Sogar den Mond kennen wir besser – und der ist
über 300000 Kilometer von uns entfernt. Die wenigen Dinge, die Forscher bisher
über die Tiefsee in Erfahrung bringen konnten, zeigen eine uns völlig fremde
Welt.
Das Naturkundemuseum Berlin widmet sich in einer großen Sonderausstellungen den Geheimnissen
der Tiefsee ....“

24. September 2009
Die fünf großen Naturkundemuseen in Stuttgart, Karlsruhe, Berlin, Bonn und
München vernetzen ihre Forschungsaktivitäten. Wie die beteiligten Institutionen
am Donnerstag bekanntgaben, wurde ein Kooperationsabkommen zur Gründung des
sogenannten Humboldt-Rings unterzeichnet. Mit dem Verbund entsteht eine dezentrale
naturwissenschaftliche Forschungsinfrastruktur, die von allen fünf Einrichtungen
genutzt werden kann. Die fünf Museen verfügen zusammen über 75 Millionen
Sammlungsobjekte.

15. September 2009
(mwil) - „Die Tiefen des Meeres sind bisher nur wenig erforscht.
Das Museum für Naturkunde in Berlin gibt nun in einer Sonderausstellung Einblicke
in diese Welt und zeigt teils furchterregende Geschöpfe, die dort in ewiger
Finsternis leben.
„Die Ausstellung zeigt nicht nur in Alkohol eingelegte Präparate und
naturgetreue Modelle, sie geht auch Mythen von Seeungeheuern aus vergangenen Zeiten
auf den Grund und gibt Einblicke in die moderne Tiefseeforschung.“

14. September 2009
Die faszinierenden und facettenreichen Tiefseefische leben in der Dunkelheit weit
unter dem Meeresspiegel: Eine Sonderausstellung zeigt einige der geheimnisvollen
Kreaturen.
Von FOCUS-Online-Autorin Melania Botica
„Schön sind sie nicht – aber faszinierend. Durch ihre riesigen
Zähne sowie ihre blasse und zuweilen durchsichtige Haut ziehen sie die Blicke
auf sich. Tiefseegeschöpfe leben in unwirtlichen Gegenden, sie trotzen eisigen
Temperaturen und ihre Körper widerstehen in tiefen Regionen einem gigantischen
Wasserdruck. ...“

Pottwal, Kalmar und Anglerfisch im Museum für Naturkunde
Tobias Möser
7. September 2009
Schon im Frankfurter Senckenberg-Museum und im Naturhistorischen Museum Basel konnte
diese Sonderausstellung viele Tausend Besucher beeindrucken. Nun ist sie nach Berlin
gewandert und wird am 15.September 2009 im ehrwürdigen Museum für Naturkunde
eröffnet.
„Nicht nur große Ausstellungsstücke wie ein Pottwalbaby, ein Riesenkalmar
und ein 11 m langes U-Boot, in dem Besucher eine Tauchfahrt miterleben können,
faszinieren. Gerade die kleinen Objekte, die oft übersehen werden, rückt
diese Ausstellung buchstäblich ins rechte Licht. 45 originale Alkoholpräparateund
35 Modelle verschiedener Tiefseebewohner sind die stillen Stars der Ausstellung,
denn so spektakuläre Fische sieht man an der Oberfläche nur selten.“

5. September 2009
Von Sebastian Preuss
Udo Kittelmann inszeniert im Hamburger Bahnhof in Berlin eine Ausstellung in einer
unerwarteten Ordnung. Der ehemalige Leiter des Kölnischen Kunstvereins beschert
dem Berliner Kunstleben einen Paukenschlag.
„Was ist eigentlich Kunst? Die Frage stellt man sich auch nebenan angesichts
der übergroßen Insektenmodelle, die der geniale Dermoplastiker Alfred Keller
bis zu seinem Tod 1955 für das Naturkundemuseum schuf.“

1. September 2009
Von Christoph Wenzel
„Keine Zeitmaschine und kein Zauberspruch sind nötig, um 150 Millionen
Jahre in die Vergangenheit zu reisen. Alles, was es dazu braucht, ist der Schlüssel
zu einer unscheinbaren, von Heizungsrohren umrahmten Stahltür im Kellergeschoss
des Museums für Naturkunde an der Invalidenstraße.
Die Zeitreise beginnt an Vitrinenschränken. Sie sind vollgestopft mit versteinerten,
Handteller großen Backenzähnen von längst ausgestorbenen europäischen
Waldelefanten und Stoßzähnen von riesigen Mammuts. Allein diese Stücke
der bis zu vier Meter hohen Elefanten-Urahnen sind mehrere 10 000 Jahre alt. Und
doch sind sie nur Startpunkt auf dem Weg in eine unvorstellbar weit zurückliegende
Vergangenheit: Die wahren Schätze des Knochenkellers sind 150 Millionen Jahre
alt. In mannshohen Holzregalen, in Transportkisten und in Wandnischen lagern über
3000 versteinerte Dinosaurierknochen. ...“

17. August 2009
(Auszug aus dem Interview mit Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Generaldirektor des
Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität
zu Berlin)
„Es gibt Arten, die Schlüsselrollen in Gemeinschaften von Lebewesen spielen.
Wenn sie aussterben, sind ganze Ökosysteme in Gefahr. Gibt es Ökosysteme,
die deshalb bedroht sind?“
„ ... Oder schauen wir auf Ameisen: Ameisen sind weltweit verbreitet und ihre
Gesamtpopulation wird auf zehntausend Billionen Individuen geschätzt. Eine einzelne
Ameise wiegt in der Regel nur ein bis fünf Milligramm, insgesamt wiegen alle lebenden
Ameisen jedoch etwa ebensoviel wie die gesamte Menschheit. Viele Pflanzen sind von
Ameisen abhängig, weil sie ihre Samen verbreiten. Wüstenböden würden
ohne Ameisen hart und für andere Organismen völlig unbesiedelbar werden.
Auch der Regenwald und andere Wälder würden ohne Ameisen verschwinden. Blattschneiderameisen
eines Nestes graben in ihrer Lebenszeit 40 Tonnen Erde um. Bodenorganismen wie Milben
und Fadenwürmer, aber auch Pilze hängen von Ameisen genauso ab wie viele
Insekten, mit denen die Ameisen Symbiosen eingehen. Viele Ameisenarten sind auch
Feinde Pflanzen fressender Insekten, deren Populationen ohne Ameisen explodieren
würden. Sollten also, etwa aufgrund von umweltbedingten Krankheitsepidemien, alle
Ameisen dieser Erde verschwinden, würden erst die Pflanzen aussterben, danach
die Pflanzenfresser. Dem weltbekannten Ameisenforscher Bert Hölldobler nach
gäbe es eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes, der Artenschwund würde
sich rasant beschleunigen und die Landökosysteme würden in sich zusammenfallen.
.... “

6. August 2009
Faszinierender Blick in die ferne Vergangenheit: Forscher haben versteinerte Urzeit-Spinnen
im Computertomografen durchleuchtet und Tausende Aufnahmen zu präzisen 3-D-Modellen
verschmolzen. Sie verraten unter anderem, wie die Tiere ihre Beute jagten.
... Ein solcher Coup ist jetzt Forschern des Imperial College London und des Museums
für Naturkunde der Berliner Humboldt-Universität gelungen....

30. Juni 2009
„Berlin (dpa/bb) - Wegen des großen Besucherandrangs verlängert das Berliner
Naturkundemuseum seine Sonderausstellung „Darwin - eine Reise zur Erkenntnis“.
Bis zum 3. Januar wird die zunächst nur bis 12. August geplante Schau jetzt
zu sehen sein. „Ganz offensichtlich geht das Konzept der Ausstellung auf“,
freute sich Generaldirektor Reinhold Leinfelder am Dienstag über bislang 180 000
Besucher im Festjahr zum 200. Geburtstag des Forschers. Dieses Konzept sieht vor,
dass die Besucher sich zunächst mit Darwin im Jahr 1831 auf Forschungsreise
begeben und eine Vielzahl seiner gesammelter Exponate, Tagebucheinträge und Schriftstücke
in „Schiffsatmosphäre“ kennenlernen.“

19. Juni 2009
Von Angelika Hillmer
„...Drei Jahre reisten kleine Wissenschaftlerteams im Frühjahr an die
Küste des mittelamerikanischen Staates Belize, um an Bord der knallgelben,
14 Meter langen Segelyacht mit Heimathafen Hamburg Riffe und Meeresböden der
westlichen Karibik zu untersuchen. Nun werden die Erkenntnisse aufbereitet und im
Dezember beim Uno-Klimagipfel in Kopenhagen präsentiert....
Dr. Oliver Colemann vom Naturkunde-Museum Berlin forscht an Flohkrebsen. ... Bei
Tauchgängen sammelte Colemann (tote) Korallenstücke, Sand oder Algen, um an
Bord die Minikrebse aus den Proben zu sortieren und in Alkohol zu konservieren.
Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt in Berlin....“

18. Juni 2009
„Bad Freienwalde (clg) Es ist Mittwoch, der 17. Juni, gegen 13 Uhr, als der
erst sechsjährige Sean Pankow einen archäologischen Fund macht. Gerade
hat er noch nichtsahnend in der Sandkiste der Kita "Fuchsbau" gebuddelt, als er
ihn plötzlich in der Hand hält: Einen versteinerten Dinosaurierfisch aus
der Jura-Zeit. Auf "350 Jahre" bestimmt er dessen Alter. Fündig geworden ist
auch sein Kollege Nico Geppard (5): Er hat zufällig den Knochen eines Landsauriers
ausgegraben. Die vierjährige Amy Forbrig hingegen ist sich bei der Bestimmung
noch unsicher: Sie glaubt, "ein Brett" gefunden zu haben, während die Umstehenden
ebenfalls an die Überreste einer Urzeitechse glauben.
Abhilfe verspricht da André Neumann vom Förderverein des Museums für Naturkunde
in Berlin. ...“

6. Juni 2009
Von Rita Nikolow
„Studie untersucht Touristen: Sie kommen nach Berlin, gehen in die Oper, den
Friedrichstadtpalast oder ins Museum – und reisen wieder ab. Dass es Millionen
sind, die einige Tage in der Hauptstadt verbringen und hier die einschlägigen
Kultureinrichtungen besuchen, ist bekannt.
Wo diese kulturinteressierten Touristen aber eigentlich herkommen, warum sie ein
bestimmtes Angebot auswählen oder wie lange sie durchschnittlich bleiben, ist
dagegen lange im Dunkeln geblieben. Das soll sich jetzt ändern – durch
das Besucherforschungsprojekt „Kulmon“, das die Berliner Kulturverwaltung
und die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) im vergangenen Dezember gestartet
haben – und das bis November 2011 weitergeführt werden soll. In den teilnehmende
Einrichtungen werden jährlich 2400 Besucher befragt. Mit dabei sind die Staatlichen
Museen zu Berlin mit dem Alten Museum, dem Pergamonmuseum und der Gemäldegalerie,
außerdem das Deutsche Historische Museum, das Jüdische und das Naturkundemuseum
sowie das Schloss Charlottenburg....“

27. Mai 2009
Von Isabell Jürgens
„...Dieses Gebäude wird es künftig in sich haben: 257.000 Gläser
mit hochprozentigem Alkohol sollen im sogenannten Ostflügel des Naturkundemuseums
an der Invalidenstraße, über dem am Mittwoch der Richtkranz hochgezogen wurde,
im Frühjahr 2010 Einzug halten. Doch nicht die Bestände eines Spirituosenhändlers
werden dort gelagert, sondern die wertvollen zoologischen Sammlungsobjekte des Museums.
In den Gläsern sind exotische Frösche, Schlangen, Spinnen, Eidechsen und
Fische konserviert, die Forscher der Humboldt-Universität von ihren Reisen
in ferne Länder mitgebracht haben. Gut 29,5 Millionen Euro werden in den Wiederaufbau
des Ostflügels des 120 Jahre alten Museums investiert. ....“

13. Mai 2009
Der Klimawandel zerstört Riffe und damit die Lebensgrundlage von Küstenbewohnern
in Südostasien.
.... Im Korallendreieck, das nur ein Prozent der Erdoberfläche ausmacht, befinden
sich momentan noch 30 Prozent aller Korallenriffe. 76 Prozent aller Riff-Korallen
und 35 Prozent aller Riff-Fische leben dort. Wenn der Klimawandel weiter voranschreitet
wie bisher, wird das alles bis zum Ende dieses Jahrhunderts verschwunden sein. "Das
ist ein erschreckendes Ergebnis", sagt Reinhold Leinfelder, Generaldirektor des
Museums für Naturkunde in Berlin. Denn die Riffe im Korallendreieck galten immer
als robust und anpassungsfähig. Trotzdem sind der Untersuchung zufolge in den
vergangenen 40 Jahren 40 Prozent der Korallenriffe in der Region abgestorben.....“

5. Mai 2009
Zu einer Studienfahrt in das Museum für Naturkunde in Berlin lädt die Deutsche
Wildtier Stiftung Grundschullehrer und ihre vierten bis sechsten Klassen ein. Unter
dem Titel "Natur auf der Spur" wird die Reise an zwei Terminen im September und
Oktober angeboten, sagte eine Sprecherin der Stiftung. Bevor die Schüler ins
Museum fahren und dort auch übernachten, sollen sie in Mecklenburg-Vorpommern
drei Tage lang ganz praktisch mit der Natur in Kontakt kommen. Angeleitet werden
sie dabei von Wissenschaftlern und Pädagogen.

30. April 2009
Möwen schreien. Das Meer rauscht. Unter meinen Füßen knarzen Holzplanken.
Ich bin auf der Beagle, dem Schiff, mit dem Charles Darwin die Welt umsegelte. Zumindest
will das Berliner Museum für Naturkunde mich das glauben machen. Denn es hat
einen Schiffsrumpf als Ausstellungsrahmen nachgebaut. Erspart bleibt mir glücklicherweise
das Schaukeln, das den Forscher bis zum Ende der fünfjährigen Schiffsreise
mit Seekrankheit quälte. Aber ich hätte gern den Kapitän des Schiffes
Robert Fitz Roy kennen gelernt. "Er ist die markanteste Persönlichkeit, mit
der ich jemals zu tun hatte", schreibt Darwin nach dreijähriger Reise.

16. April 2009
Im Naturkundemuseum ist ein 100 Jahre alter Behälter geöffnet worden.
Sein Inhalt: uralte Saurierknochen.
Als der Paläontologe Lutz Berner die einzelnen Bambusstäbe aus dem Gehäuse
der Transporttrommel löste, wurde es am Donnerstagvormittag im Sauriersaal
des Naturkundemuseums in Berlin totenstill.
Die Zuschauer warteten gespannt, als der Wissenschaftler aus dem dichten Stroh das
erste Stück herausholte. Es handelte sich um eine kokussnuss-förmige,
mit Halmen umwickelte Frucht des Affenbrotbaums. Sie hatte Anfang des 20. Jahrhunderts
einer Expedition als Transportgefäß für ihre Funde gedient, wie Daniela Schwarz-Wings,
Kuratorin für fossile Reptilien, den dicht gedrängten Zuschauern erklärte.
Den Inhalt der ausgehüllten Frucht schüttete sich Berner auf die Hand:
kleine helle Gesteinsbrocken, versehen mit Ziffern aus schwarzer Tinte. Es sind
Überreste von Sauriern, die vor mehr als 140 Millionen Jahren auf der Erde
lebten.

15. April 2009
Von Lorenz Vossen
Voller Neid blickt die internationale Museumsszene immer wieder nach Berlin. Denn
dort behütet das Naturkundemuseum einen Schatz, den man für Geld nicht kaufen
kann: das weltweit größte Skelett des Brachiosaurus brancai. 100 Jahre nach
dem Fund dürfen Besucher des Museums heute für einen Tag selber Indiana
Jones sein.

25. März 2009
Von Markus Falkner
....Die präparierte Antilope ist eines von 20 Meisterwerken der Präparations-
und Modellbaukunst, die von diesem Freitag an in Berlin zu sehen sind - weltmeisterlich
allesamt. Es handelt sich um jene 20 Werke deutscher Präparatoren, die bei
den Welttitelkämpfen der Zunft 2008 in Salzburg prämiert wurden. Eine
bundesweite Premiere. Noch nie zuvor waren die Titelexponate - darunter Modelle
ebenso wie klassische Dermo-Plastiken und moderne Plastinate - gemeinsam in einem
Museum zu sehen. Anlass ist die 48. Internationale Arbeitstagung des Verbandes Deutscher
Präparatoren (VDP), die seit gestern in Berlin stattfindet.
Das weltweit renommierte Berliner Museum gehört auch bei Tagung und Ausstellung
zu den Hauptakteuren. Immerhin gewannen Jürgen Fiebig und Robert Stein vom
Naturkundemuseum bei der Präparatoren-WM zwei Titel und drei Goldmedaillen
in verschiedenen Kategorien. Ihre Meister-Exponate sind ebenfalls in der Schau vertreten:
ein mehr als zwei Meter langer kunststoffimprägnierter Komodowaran, eines der
größten Tiere, die je in einem Museum mit dieser Plastinationstechnik präpariert
wurden, und ein wie lebendig wirkender, farbenprächtig grün changierender
Bechstein-Ara. ...

12. März 2009
Von Jens Radü
Die Statistik ist beängstigend: Alle 100.000 Jahre trifft ein kilometergroßer
Asteroid unsere Erde, reißt einen riesigen Krater, vernichtet Leben. Im Berliner
Naturkundemuseum sammeln Forscher faszinierende Gesteinsproben dieser planetaren
Narben - Besuch im Keller der Desaster. ....

19. Februar 2009
Ich war mit meinen Eltern und mit meinem Bruder im Naturkundemuseum. Da steht ein
riesengroßer Dinosaurier. ...Und da gibt es einen Sandkasten mit Sand aus der Wüste,
da kann man selber Knochen von Dinosauriern finden. ...Ich fand die Wasserflöhe
viel besser. Wir haben sie im Mikroskop angeschaut. ....

25. Februar 2009
Auf Darwins Spuren in Naturkundemuseum und Botanischem Garten
Im Berliner Museum für Naturkunde ist am Mittwoch der einmillionste Besucher seit
Eröffnung der neuen Ausstellungen „Evolution in Aktion” im Sommer
2007 begrüßt worden. Jubiläumsgast war der 19-jährige Schüler Sascha
Markus Schulze aus Tempelhof. Er erhielt vom Regierenden Bürgermeister Klaus
Wowereit (SPD) und dem Generaldirektor des Museums, Reinhold Leinfelder, neben einer
Urkunde einen Gutschein für eine exklusive Führung mit seiner Klasse durch
die Forschungssammlungen. Eine Million Museumsbesucher innerhalb von etwas mehr
als anderthalb Jahren seien ein „schöner Beweis” für den großen
Erfolg des Naturkundemuseums, sagte Wowereit.

14. Februar 2009
Auf Darwins Spuren in Naturkundemuseum und Botanischem Garten
Anne Vorbringer
Fünf Jahre dauerte die Reise, die den jungen Charles Darwin auf dem Forschungsschiff
„Beagle” von Europa nach Brasilien und Feuerland und nach Australien
und Südafrika führte. Welche Tiere er auf dieser Reise sah und welche Entdeckungen
er machte, kann man jetzt im Naturkundemuseum erfahren. Dort ist sogar die kleine
Schiffskabine nachempfunden, die sich der britische Naturforscher mit dem Kapitän
teilen musste. Besucher gehen auf den Holzplanken der nachgebauten „Beagle”
auf Forschungsreise. Sie sehen originale Boden- und Gesteinsproben, die Darwin sammelte.
Sie hören die Möwen kreischen und lesen in Darwins Reisetagebüchern...

16. Februar 2009
Europaweites Mitmachprojekt im Darwin-Jahr gestartet
Von Wolfgang Ewert
Pünktlich zum 200. Geburtstag von Charles Darwin starteten das Berliner Museum für
Naturkunde, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und das Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung Leipzig (UFZ) am Donnerstag die deutsche Version eines bislang einmaligen
europaweiten Mitmach-Projekts. Hobbynaturforscher des Landes sind aufgerufen, sich
an der Erforschung der Evolution der Bänderschnecken aktiv zu beteiligen...

12. Februar 2009
Reinhold Leinfelder
Am Donnerstag wird Naturforscher Charles Darwin 200 Jahre alt. Eine Ausstellung
ehrt ihn. Wir feiern Charles Darwins 200. Geburtstag, als ob er die Welt gerettet
hätte!
Ohne Darwin würden wir weniger gut verstehen, warum in der Disco manchmal wahre
Balztänze aufgeführt werden, warum wir ab und zu Heißhunger auf Pommes
haben oder wieso der Kabeljau noch nicht ausgestorben ist, sondern auf die Überfischung
durch frühere Geschlechtsreife reagiert. ...

12. Februar 2009
Eine Ausstellung im Berliner Museum für Naturkunde nimmt den Besucher mit auf Darwins
Weltreise
Diese verdammte Seekrankheit. Die Landratte Charles Darwin war ihr auf seiner Weltreise
auf der „HMS Beagle” fünf Jahre lang ausgesetzt, von 1831 bis 1836.
„Die wahren Qualen beginnen erst, wenn man so erschöpft ist, dass einen bei
der geringsten Anstrengung ein Ohnmachtsgefühl befällt“, notierte der junge
Naturforscher. „Nichts half mir, außer in meiner Hängematte zu liegen.”
Das Schwanken der „Beagle” im Seegang kann man zwar in der Berliner
Ausstellung „Darwin – Reise zur Erkenntnis” nicht spüren. Ansonsten
aber haben sich die Mitarbeiter des Museums für Naturkunde bemüht, authentische
Schiffsatmosphäre herzustellen...
11. Februar 2009
Pia Heinemann
...Ausstellungsplaner Uwe Moldrzyk hält ein Döschen in der Hand. In ziselierter
Schrift hat Darwin selbst auf dem Deckel notiert, was drin ist. „Korallenstaub”,
stellt Moldrzyk fest. Im Döschen rutschen weiße Krümel herum. Original
Darwin-Krümel. „Als Korallenforscher bin ich persönlich immer wieder
davon begeistert, dass die Gedanken, die Darwin zur Entstehung von Atollen aufgeschrieben
hat, bis heute gültig sind”, sagt Professor Reinhold Leinfelder, der
Generaldirektor des Museums. „Und das ist nur eines von vielen Beispielen
dafür, dass Darwins Ergebnisse bis heute Bestand haben.”...
01. Februar 2009
„am 31. Januar 2009, von 18.00 bis 2.00 Uhr.
Im Internationalen Jahr der Astronomie erkundeten rund 30.000 Besucher Weltbilder
und Weltsichten in den Berliner Museen... Weitere Besuchermagnete waren der Berliner
Dom (12100 Besucher), das Deutsche Historische Museum (7700 Besucher), das Zoo-Aquarium
( 6900 Besucher) und das Museum für Naturkunde (6100 Besucher). ....”
30. Januar 2009
„2009 wurde international zum Darwin-Jahr ausgerufen, weltweit finden viele
Veranstaltungen und Würdigungen des Naturforschers statt. Die Evolutionstheorie
von Charles Darwin ist, so WELT ONLINE in einem Bericht über den Lebenslauf
und „Das Leben von Charles Darwin”, die Grundlage der modernen Biologie
geworden. Sie gilt längst nicht mehr als Theorie, sondern als Tatsache, die
auch weitere Disziplinen beeinflusst hat, wie etwa die Psychologie. „Dennoch
wird sie von zahlreichen Gruppierungen angezweifelt. Die Diskussion über Darwins
Erkenntnisse wird also auch 150 Jahre nach ihrer Veröffentlichung weitergehen”.
Reinhold Leinfelder plant in Berlin eine große Ausstellung mit dem Titel „Darwin
– Reise zur Erkenntnis%rdquo: und wundert sich über so manchen ideologisierenden
Disput.....”
26. Januar 2009
„Mit einer Reise in die Urzeit hat die Forschungsexpedition begonnen: Bundesforschungsministerin
Annette Schavan gab das Startsignal im Berliner Naturkundemuseum. 100 Schülerinnen
und Schüler gingen mit ihr auf Entdeckungstour.
„Wir wollen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, die Faszination der
Forschung hautnah zu erleben. Deshalb laden wir sie in diesem Jahr auf eine spannende
Entdeckungsreise durch die Welt der Wissenschaft ein”, sagte Schavan zum Auftakt
des Wissenschaftsjahres 2009. ”
23. Januar 2009
„Offizieller Beginn des Darwin-Jahrs ist der 12. Februar, der Geburtstag des
britischen Naturwissenschaftlers. Dann startet die große Sonderausstellung im Museum
für Naturkunde Berlin: ”Darwin - Reise zur Erkenntnis”. Die Ausstellung
thematisiert insbesondere die Beagle-Reise des Forschers. Die Ende 1831 begonnene
und fast fünf Jahre andauernde Reise mit der H.M.S. Beagle, die den jungen
Darwin einmal um die Welt führte, war zugleich Schlüsselerlebnis und Grundlage
für sein späteres Werk. In der Öffentlichkeit wurde Darwin durch seinen
1839 herausgegebenen Reisebericht erstmals bekannt.
Bereits jetzt läuft im Berliner Naturkundemuseum die Ausstellung „Wege
zum Menschen: Hominiden Evolution”.”
15. Januar 2009
„Mit der Sonderausstellung ”Wege zum Menschen” startet das Haus
an der Invalidenstraße 43 sein umfangreiches Programm zum ”Darwinjahr”
2009. Die spektakuläre Schau ist eine Leihgabe des Hessischen Landesmuseums
Darmstadt, das über eine der größten Sammlungen von rekonstruierten Büsten
unserer Vorfahren verfügt.... Die Sonderschau ist voraussichtlich bis Ende
2010 in einem der historischen Treppenhäuser des Museums zu sehen. Sie bildet
aber nur den Auftakt für ein ereignisreiches Jahr an der Invalidenstraße. Am
12. Februar, dem 200. Geburtstag von Charles Darwin, eröffnet im Sonderausstellungssaal
die eigens konzipierte Schau ”Darwin - Reise zur Erkenntnis”. Den Vater
der Evolutionstheorie würdigt das Haus mit einer musealen Reise auf seinem
Forschungsschiff ”Beagle”.”
8. Januar 2009
„Durch den Klimawandel wird ein Pilz begünstigt und befällt Amphibien
weltweit
In unglaublicher Geschwindigkeit sterben Frösche, Molche und Kröten aus.
Das Amphibiensterben beobachtet man selbst in Lebensräumen, die keinen nennenswerten
menschlichen Einflüssen unterliegen. Berliner Forscher untersuchen, welchen
Einfluss ein Pilz auf das Sterben hat.... Dieser Pilz verursacht bei Fröschen
und ihren Verwandten eine tödliche Infektionskrankheit, die sogenannte Chytridiomykose.
Unter bestimmten Bedingungen kann der Pilz ganze Froschgemeinschaften innerhalb
kürzester Zeit auslöschen. Woher er kommt und warum dieser Pilz plötzlich
so tödlich ist, fragen sich Berliner Wissenschaftler. Biologen des Museums
für Naturkunde, der Charité und der Humboldt-Universität untersuchen den Hautpilz
nun genauer. „Im Mittelpunkt steht dabei die Aufklärung der Verbreitungsmuster
des Pilzes in Deutschland und die Frage, ob er auch bei einheimischen Amphibien
sagt Torsten Ohst vom Berliner Naturkundemuseum ...”
7. Januar 2009
„Hai frisst Krokodil frisst Fisch
Im Gestein erhielt sich eine 290 Millionen Jahre alte Nahrungskette.
Für Wissenschaftler birgt der Fund durchaus Überraschungen. .....
„Eine solche dreistufige Nahrungskette ,Hai frisst Amphibium frisst Fisch'
hat bisher noch niemand gefunden”, sagt Jürgen Kriwet vom Staatlichen Museum
für Naturkunde in Stuttgart. Allerdings waren bei der Sensation auch der Zufall
und das gute Gedächtnis von Florian Witzmann vom Museum für Naturkunde in Berlin
erheblich beteiligt. Witzmann hatte seine Doktorarbeit über Amphibien geschrieben,
die vor 290 Millionen Jahren lebten und damals sozusagen ”Oberräuber”
waren, die kaum Feinde hatten. Schließlich wurde das Amphibium Cheliderpeton latirostre
damals einige Meter lang und ähnelte verblüffend den heutigen Krokodilen,
die es in jener Zeit noch nicht gab....”
Samstag, 3. Januar 2009
„Das Museum für Naturkunde macht seit dem Jahreswechsel im U-Bahnhof
Zinnowitzer Straße (Mitte) Werbung in eigener Sache. Großformatige Fotos auf den
Werbeflächen bereiten die Fahrgäste auf die geplante Umbenennung der Station
vor.”
Sonntag, 28. Dezember 2008
„Mit der Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft beginnt für das Berliner Museum
für Naturkunde an der Invalidenstraße 43 zum Jahreswechsel eine neue Ära.
Über Perspektiven, Pläne und Projekte sprach Morgenpost-Reporter Markus Falkner
mit dem Generaldirektor des Museums, Reinhold Leinfelder.”