Urvogel Archaeopteryx

Das Berliner Exemplar des Urvogels Archaeopteryx lithographica ist seit der Neugestaltung der Ausstellungen im Jahr 2007 erstmalig im Original zu sehen. Es gilt als das bekannteste Fossil der Welt.

Alle zehn bekannten Exemplare wurden in 150-200 Millionen Jahre alten Kalkablagerungen bei Solnhofen (Bayern) gefunden.

Zwischen Vogel und Reptil
Die beiden Exemplare Archaeopteryx lithographica und Archaeopteryx bavaria weisen Merkmale von Reptilien und Vögeln auf. Charles Darwin nahm 1859 an, dass bei der Entstehung neuer Arten Übergangsformen aufträten, die sowohl Merkmale der alten als auch der neuen Art besäßen. Allerdings kannte man zu diesem Zeitpunkt noch keine derartigen Fossilien. Daher gilt Archaeopteryx als ein wichtiger Beleg für Darwins Theorie.

Inzwischen sind sich Wissenschaftler einig, dass die Evolution der Vögel nicht geradlinig verlief. Vermutlich lebten in der Jurazeit viele Urvogelarten nebeneinander, die zugleich Reptilien- und Vogelmerkmale besaßen. Noch ist unklar, welche Linie erfolgreich war und die Stammlinie der modernen Vögel bildet.

Stand: 06.11.2013