Die Entdeckung des Uraniums

Das Museum für Naturkunde kaufte im Jahr 1817 die Originalobjekte des Chemikers Martin Heinrich Klaproth (1734-1817), an denen er zahlreiche Elemente – unter anderem Uranium – entdeckt hatte.

Klaproth war einer der ersten, der versucht hatte, die chemische Zusammensetzung von Mineralen aufzuklären. In seiner Apotheke „Zum Bären“ (Spandauer Straße, Berlin) führte er Mineralanalysen durch und fand dabei die Elemente Zirkonium (1789), Titanium (1792) und Tellurium (1798).

Sensationeller Fund
Unter den angekauften Stufen befindet sich auch ein Stück Uranoxid, das man im 16. Jahrhundert erstmalig als "schwartze Bech-Blende" beschrieben hatte. Klaproth fand es 1789 in der Pechblende der Grube "Georg Wagsfort" (Johanngeorgenstadt) und stellte es am 24. September 1789 der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin vor. Allerdings hatte er noch nicht reines Metall gefunden, sondern lediglich ein Oxid.

Namensgeber Uranus
Klaproth taufte das Element in Anlehnung an den wenige Jahre zuvor entdeckten Planeten Uranus „Uranit“. Ein Jahr darauf (1790) wurde es in „Uranium“ umbenannt. Der Geologe Haidinger gab ihm 1845 den Namen „Uranin“, woraus später „Uraninit“ wurde.

Stand: 10.01.2014