Auf Erfolgskurs – Berliner Naturkundemuseum nun sogar im All vertreten

10. Oktober 2008

Das Zentrum für Rieskrater- und Impaktforschung in Nördlingen (ZERIN), eine Außenstelle des Museum für Naturkunde Berlin, die sich der Erforschung von Kratern widmet, wurde als Namenspatron für einen neu entdeckten Asteroiden ausgewählt.


Der Leiter des ZERIN, Thomas Kenkmann ist hocherfreut. „Mit der Namensgebung wird die Arbeit des ZERIN für die Meteoritenkraterforschung anlässlich seines zehnjährigen Bestehens gewürdigt“. Das ZERIN ist eine Dokumentationsstätte der Kraterforschung und gleichzeitig Bohrkernarchiv. Es wird gemeinsam vom Museum für Naturkunde Berlin und der Stadt Nördlingen betrieben. So ziemlich jeder Impaktkrater- Forscher hat diese Einrichtung schon einmal besucht, um die einzigartigen Krater-Bohrkerne zu studieren.


Auch für die universitäre Ausbildung von Geowissenschaftlern und Workshops spielt das ZERIN eine wichtige Rolle. Der Asteroid ZERIN hat die stattliche Größe von vier Kilometern und bewegt sich auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Er gehört dem Asteroidengürtel an, einer Zone zwischen Mars und Jupiter, in der viele kosmische Felsbrocken umherschwirren. Seine Entfernung zur Sonne beträgt 360-450 Millionen Kilometern. Thomas Kenkmann beruhigt: „Damit kann er sich der Erde nur auf maximal 210 Millionen Kilometern annähern und stellt keine Gefahr für die Menschheit dar.“ Der Kleinplanet wurde in der Starkenburg-Sternwarte in Heppenheim von den Hobbyastronomen A. und M. Busch, R. Stoss und P. Geffert am 11. September 1999 erstmalig gesichtet. Zunächst bekam der Asteroid durch das „Minor Planet Center“ in Cambridge/USA die vorläufige Bezeichnung „1999 RK35“. Erst als durch weitere Beobachtungen die Bahn sehr gut abgesichert war, erhielt er eine offizielle Nummer, die jetzt zu seiner Taufe als „121232_ZERIN“ führt.

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Stand: 20.04.2011