Internationales Sekretariat des Weltrats für Biodiversität kommt nach Deutschland

20.4.2012

„Deutschland hat letzte Nacht in Panama eindrucksvoll seine herausragende Rolle beim Schutz der biologischen Vielfalt dokumentiert“, freut sich Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin, mit Blick auf die Entscheidung für Bonn als Standort für das Sekretariat des Weltrats für Biodiversität IPBES. Die Welt vertraue Deutschland und seinem Engagement für Natur und Umwelt. Mit seiner erfolgreichen Bewerbung habe Deutschland zudem deutlich gemacht, dass die Erforschung der Biodiversität und der Dialog zwischen Wissenschaft und Politik von herausragender Bedeutung für das Wohlergehen der Menschen seien, und dass es bereit sei, sich dieser Verantwortung zu stellen.

Das IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) wird die Schnittstelle zwischen Forschung und Wissenschaft stärken und dazu führen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schneller und stärker Eingang in politische Entscheidungen erhalten. Mit dieser Plattform soll somit gelingen, die Auswirkungen politischer Entscheidungen im Vorfeld besser abzuschätzen, um dem Gemeinwohl und der Erhaltung der Biodiversität zu nützen. Johannes Vogel: „Deutschland mit seiner fundierten wissenschaftlichen Expertise, nicht zuletzt in der Leibniz-Gemeinschaft und ihrem Leibniz-Verbund Biodiversität, ist hierfür ein hervorragendes Umfeld. Bonn als Standort des IPBES-Sekretariats vorzusehen, ist eine exzellente Entscheidung. Nun sind wir alle erst recht in die Pflicht genommen zu zeigen, was Deutschland als Wissens- und Kulturnation zum Schutz der Zukunft unseres Planeten tun kann. Das Museum für Naturkunde Berlin wird hierzu selbstverständlich und gerne seinen Beitrag leisten.“

Auf nationaler Ebene gibt es mit dem „Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung“ bereits eine Plattform, die den Dialog zwischen verschiedene Disziplinen als auch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis unterstützt. Das Museum für Naturkunde Berlin ist an daran maßgeblich beteiligt.

Für die Redaktionen:
Während 2010 auf dem Treffen in Busan bereits einige organisatorische Pflöcke eingeschlagen werden konnten, geht es bei den aktuellen Verhandlungen zu IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) in Panama um konkrete auch finanzielle Unterstützung dieser zwischenstaatlichen Plattform. Mehrere Länder haben sich für den Sitz des Sekretariats beworben, darunter auch Südkorea, welches über lange Perioden die Rangliste anführte, Indien, Frankreich und Kenia. Gewonnen hat Deutschland dann mit den Stimmen der ehemaligen Unterstützer von Kenia, welches im dritten Wahlgang ausschied.

Mehr Informationen:
IPBES Webseite: www.ipbes.net
Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): www.bmu.de/ipbes/doc/print/47667.php
IPBES Blog des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo):
www.biodiversity.de/index.php/de/biodiversitaet/biodiversitaet-international/ipbes/2-ipbes-konferenz
Weitere Hintergrundinformationen:
www.biodiversity.de/index.php/de/biodiversitaet/biodiversitaet-international/ipbes

Wenn Sie Fotos für Print- oder Onlinepublikationen benötigen, kontaktieren Sie mich bitte, um einen Presse Log In zu erhalten: Dr. Gesine Steiner, Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914, e-mail gesine.steiner@mfn-berlin.de; www.naturkundemuseum-berlin.de


Stand: 20.04.2012