Meteoriten

Die Meteoriten-Sammlung umfasst Objekte von etwa 2.700 verschiedenen Fundorten mit über 5.000 Exemplaren.

Pallas-Eisen
Die Anfänge gehen bis ins Jahr 1781 zurück, als die Mineralsammlung von Carl A. Gerhard (1738-1821) erworben wurde. Sie enthielt unter anderem ein Pallas-Eisen. Durch den russischen Zaren Alexander der Erste wuchs die Sammlung um ein weiteres Exemplar dieses Stein-Eisen-Meteoriten.

Klaproth und Chladni
Mit der Gründung der Berliner Universität im Jahr 1810 gelangten die Meteoriten in das Mineralogische Museum. Sieben Jahre später erweiterte Christian S. Weiss (1780-1856) die Sammlung durch den Kauf von 17 Meteoriten des Chemikers Martin H. Klaproth (1743-1817). Auch unterhielt Weiss enge Beziehungen zu Ernst F. F. Chladni (1756-1827), so dass dieser dem Museum 41 Meteoriten vererbte. Chladni war der Begründer der Meteoritenkunde als Wissenschaft.

von Humboldt und Rose
Alexander von Humboldt (1769-1859) stiftete dem Museum insgesamt neun Meteoriten, die er während seiner Reisen gesammelt oder geschenkt bekommen hatte.
Die Sammlung enthielt zu dieser Zeit 181 von 230 bekannten Meteoriten. Durch Untersuchungen an Sammlungsmaterial entwickelte Gustav Rose (1798-1873) im Jahr 1864 eine erste in ihren Grundzügen noch heute gültige Systematik der Meteoriten.
Carl Klein (1842-1907) erweiterte die Meteoriten-Anzahl von 217 auf 500. Günther Hoppe belebte die Forschungsaktivität auf diesem Gebiet in den 1970er Jahren neu und veröffentlichte 1969 und 1975 weitere Kataloge.

Sahara-Meteoriten
Durch den Ankauf einer großen Anzahl von Sahara-Meteoriten erhielt die Sammlung 1993 und 1996 weiteren großen Zuwachs. Das Sammlungs-Material wird heutzutage von Forschern weltweit genutzt. Historische Meteoriten sind zudem wichtiger Bestandteil der Dauerausstellung des Museums.

Stand: 06.09.2012