Fossile Cephalopoden - fossile Kopffüßer

Cephalopoden (Tintenfische im weiteren Sinn) stellen eine äußerst unterschiedliche Gruppe innerhalb der Mollusken (Weichtiere) dar. Die Sammlung „Fossile Cephalopoden“ umfasst rund 150.000 Exemplare mit einem hohen Anteil an Typusmaterial.

Die Sammlung ging hauptsächlich aus bedeutenden historischen Kollektionen hervor, die während des 19. Jahrhunderts unter anderem durch von Buch, Otto, Fischer und Karsten zusammengetragen wurden. Einige Exemplare wurden von Alexander von Humboldt während seiner Südamerikareise gesammelt.

Cephalopoden
Die in der Sammlung befindlichen Cephalopoden stammen aus allen geologischen Intervallen seit dem Ordovizium. Schwerpunkte sind:
• Orthocone und aufgerollte Cephalopoden aus altpaläozoischen nordischen Geschieben
• Devon-Ammonoideen aus dem Roteisenstein sowie Cephalopodenkalken des Rheinischen Schiefergebirges (Deutschland)
• Devon-Ammonoideen aus Polen und Marokko
• Karbon-Ammonoideen, darunter zahlreiche Typusexemplare aus den USA, Irland, Deutschland, Portugal, Marokko und Algerien
• Cephalopoden aus der Trias von Hallstatt (Sammlung Fischer)
• Jura-Ammoniten aus Süddeutschland, dem Harzvorland und anderen Regionen (Sammlungen von Buch, Felsberg, Rühle von Lilienstern etc.)
• Kreide-Ammoniten aus Südamerika (Sammlungen Alexander von Humboldt, Karsten)
• Coleoiden aus dem süddeutschen Jura
• Nautiliden aus dem Paleogen and Neogen, unter anderem von der Tendaguru-Expedition

Die Sammlung ist zum größten Teil in der Hauptsammlung „Fossile Invertebraten“ untergebracht. Ein kleiner Teil befindet sich im Devonsaal.

Stand: 21.05.2011