"Fossile Reptilien", Fährten, Histologie

Die Sammlung "Fossile Reptilen" enthält etwa 8.000 Fossilreste von Synapsiden, Ichthyosauriern, Sauropterygiern, Schildkröten und Lepidosauriern. Darunter befinden sich 600 Typen und Referenzstücke sowie etwa 400 herpetologische Ichnofossilien (Spurenfossilien).

Im August 1912 wurde in Halberstadt (Mitteldeutschland, Obere Trias) die älteste vollständig erhaltene Schildkröte Proganochelys ausgegraben (Grabung Jaekel).

Weitere wichtige Sammlungsstücke sind:

  • basale Reptilien aus dem Perm von Südafrika (Bradysaurus, Sammlung Reck)
  • Synapsiden aus der Trias der Karroo (Südafrika)
  • eine Vielzahl von Skelettresten von Nothosaurus aus dem Muschelkalk von Rüdersdorf (östlich von Berlin)
  • Ichthyosaurier und Plesiosaurier aus dem Unterjura von Ohmden und Holzmaden (Südwest-Deutschland)
  • verschiedene Lepidosaurier wie süddeutsche Sphenodontier und Mosasaurier-Reste aus Arkansas


Die ersten Fährtenplatten wurden um 1835 gekauft (Chirotherium-Trittsiegel aus Hessberg bei Hildburghausen, Mitteldeutschland). Erwähnenswert sind auch Schildkrötenspuren aus Bedheim (Thüringen, Sammlung Rühle von Lilienstern) sowie Iguanodon-Fußspuren aus der untersten Kreide von Bückeburg und Hannover.

Einige der Ichthyosaurier aus Holzmaden befinden sich zur Konservierung im Urwelt-Museum Hauff und können derzeit nicht besichtigt werden.

Stand: 30.10.2014