Paläobotanik: Känophytikum

Pflanzenfossilien aus dem Tertiär bis in die jüngste Erdvergangenheit

Die paläobotanische Sammlung des Känophytikums (im Sinne des Känozoikums) umfasst etwa 50.000 Pflanzenfossilien. Schwerpunkt sind die mitteldeutschen Braunkohlelagerstätten und die tertiären Floren Tschechiens. Besonders wertvoll ist die Sammlung durch Material von klassischen, nicht mehr zugänglichen Fundpunkten sowie die mehr als 5.500 Originale mit annährend 650 Typen.

Eozän und Miozän
Durch die Nähe zu den Braunkohlelagerstätten liegt der Sammlungsschwerpunkt auf dem Eozän und dem Miozän, wobei vor allem das Material vom Geiseltal erwähnenswert ist. Große Teile der Aufsammlungen aus längst rekultivierten bzw. gefluteten Tagebauen sind noch unbearbeitet. Sie bieten ein hochinteressantes Feld für zukünftige Forschungen. Dies gilt auch für die historischen Teile der Sammlung, als da sind

  • der känozoische Anteil der Sammlung Cotta (bearbeitet 1840 durch E. A. Roßmäßler, den Begründer der Tertiärpaläobotanik)
  • die Aufsammlungen von R. Kräusel und H. Weyland, A. Braun, O. Heer mit vielen Originalen


Besonders typenreich ist die Sammlung H. D. Mais (fossile Samen).
Unterstützt unter anderem durch das EU-geförderte Austauschprogramm „Synthesys“, werden die klassischen und modernen Aufsammlungen von Kollegen aus aller Welt genutzt, vor allem aus Tschechien, Polen, Italien und Mexiko.

Stand: 21.05.2011