Paläobotanik: Mesophytikum

Pflanzenfossilien aus der Trias bis zur Kreidezeit

Die paläobotanische Sammlung umfasst rund 60.000 fossile Pflanzenreste wie Blätter, Zweige, Zapfen, Blüten und Sporomorphe aus der Trias bis zur Kreidezeit. Darunter befinden sich etwa 500 abgebildete Objekte und 50 Typusexemplare. Die Sammlung wird weiter vervollständigt und ist Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte.

Die Pflanzenreste stammen aus:

Trias, Mitteleuropa
Buntsandstein (Untere Trias) Thüringen; Keuper von Mitteldeutschland (Thüringen Harzvorland); Österreich (Lunz) und Schweiz (Baselbiet)

Jura, Mitteleuropa und untergeordnet aus dem Gondwana-Bereich (Südkontinente) sowie Asien
Lias (Unterjura) Franken und Harzvorland; Rumänien (Anina) und Italien (Rotzo); Oberjura England und Frankreich; Malm (Oberjura) von Solnhofen, China und Ostafrika (Tendaguru)

Kreide, weltweit
Unterkreide von Norddeutschland und Harzvorland (Wealden), Nord-Spanien, Brasilien
Oberkreide von Mitteldeutschland (Sachsen, Harzvorland), Nordbayern und Westdeutschland (Aachener Gebiet), Tschechien, Holland (Maastricht), Polen (Schlesien), Bulgarien, Mongolei, Nordamerika

Die ältesten Teile (frühes bis mittleres 19. Jahrhundert) stammen aus Norddeutschland, Schlesien (Polen), Sachsen, Thüringen und Franken (Sammlungen Dunker, Carnall, Cotta, Spieker, Schönlein), darunter Typen zu Pleuromeia (Spieker 1854).

Teil-Sammlungen
Die umfangreichsten Teil-Sammlungen umfassen mehrere hundert Objekte. Dazu gehören die Sammlungen Cotta, Dunker (Wealden Norddeutschland), Debey (Oberkreide), Gothan (Eurasien und Gondwana-Bereich), Rühle v. Lilienstern (Keuper Thüringen), Knappe (Oberkreide Harzvorland) und die im Jahre 2009 angekaufte Sammlung Wiedenroth mit ca. 2500 Stücken aus der Unterkreide von Norddeutschland.

Es bestehen Kooperationen mit Kollegen aus Brasilien, Frankreich, Holland, Italien und Schweden, insbesondere über das EU- Austauschprogramm Synthesys.

Stand: 21.05.2011