Embryologische Sammlung

Die Embryologische Sammlung beherbergt Exemplare von etwa 600 Wirbeltierarten in mehr als 3.000 Gläsern Alkohol sowie rund 80.000 histologische Präparate von Wirbeltierentwicklungsstadien und Reproduktionsorganen. Sie stammt vornehmlich aus den historischen Sammlungen von A. A. W. Hubrecht und J. P. Hill und ist die größte und bedeutendste ihrer Art.

Schatzkammer der vergleichenden Embryologie
Richardson und Narraway betitelten die Embryologische Sammlung als "eine Schatzkammer der vergleichenden Embryologie" (Int. J. Dev. Biol. 43, 1999). Dies trifft angesichts der einzigartigen Materialfülle sowie der Vielzahl von Fotos und Dokumenten auch sicher zu. Sie wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von A. A. W. Hubrecht (Utrecht, Niederlanden) begründet. Dabei lag der Schwerpunkt zunächst auf ursprünglichen Placentalia (höheren Säugetieren). Durch die Eingliederung weiterer Sammlungen gelangte die Embryologische Sammlung zur heutigen Bedeutung.

Als herausragender Zugang gilt die Sammlung von J. P. Hill (London) aus der Wendezeit zum 20. Jahrhundert. Ihr Schwerpunkt sind australische Säugetiere, darunter eine einzigartige Anzahl von Monotremata Exemplaren (eierlegende Säugetiere).

Histologisches Material
Bedeutend sind auch die histologischen Sammlungen von A. Dohrn ("Pisces", Amphibia, "Reptilia"), L. Bolk (Vertebrata) und W. Kückenthal (Cetacea), die alle Vertreter der vergleichenden Morphologie sind. Außerdem enthält die Embryologische Sammlung das histologische Material experimenteller Ansätze in der Entwicklungsbiologie (z.B. Mangold, Spemann und Grüneberg).

Stand: 21.05.2011