Mammalia - Säugetiere

Die Säugetiersammlung umfasst rund 150.000 Individuen und mehr als 2.000 Typusexemplare. Sie ist weltweit die fünftgrößte. Annähernd 102.000 Individuen sind elektronisch registriert. Bisher unregistrierte Exemplare sollen zunehmend erfasst und zugänglich gemacht werden. Etwa 35.000 Exemplare sind in Alkohol konserviert. Von den restlichen werden Felle, Schädel oder Skelette getrennt voneinander aufbewahrt.

Biologische Artenvielfalt
Mit der Sammlung sollten von Beginn an die biologische Artenvielfalt der Säugetiere weltweit repräsentiert werden. Die ersten Exemplare stammen aus dem frühen 18.Jahrhundert, darunter Objekte aus dem „Naturalienkabinett“ der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften und der Königlichen „Kunstkammer“. Das meiste Material ging der Sammlung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu - teilweise aus großen Expeditionen, die eine breite öffentliche Wahrnehmung erlangten. Weil zu dieser Zeit auch das Interesse an geografischen Variationen und der Biogeografie wuchs, wurden viele Serien von Individuen gesammelt.

Bis in die 1920er Jahre stand die Beschreibung neuer Arten und Formen im Vordergrund, so dass man eine große Anzahl von Typusexemplaren erhielt. Wichtige Säugetierkundler dieser Zeit waren Lichtenstein, Matschie, Nehring und Peters.

Die Sammlung beherbergt auch ausgestorbene Arten wie das Quagga und den Tasmanischen Wolf. Bis in die jüngste Vergangenheit wurden neue Säugetierarten in der Berliner Sammlung entdeckt.

Stand: 10.01.2014