Ornithologische Sammlung - Vögel

Die ornithologische Sammlung umfasst mit rund 200.000 Präparaten mehr als 90 Prozent der etwa 10.000 rezenten Vogelarten. Die ältesten Präparate stammen aus dem späten 18. Jahrhundert.

Der Gesamtbestand umfasst:
• 140.000 Bälge und 10.000 montierte Stücke
• 7.000 Skelette oder Teilskelette
• 4.000 Alkoholpräparate
• 40.000 Eier
• 1.500 Nester

Die Sammlung ist gegenwärtig in vier Sälen auf einer Fläche von etwa 1.200 Quadratmetern untergebracht. Mehr als 45.000 Präparate sind digital erfasst. Ihre Sammlungsdaten sind auf Anfrage verfügbar.

Mit Typen von etwa 3.000 Taxa ist die Sammlung auch besonders typenreich. Rund tausend Typen sind digital erfasst und abrufbar unter GBIF-Deutschland
(http://www.biologie.uni-ulm.de/cgi-bin/portal/portal.pl?lang=d&pr=gbif-v1).

Entstehung
Die Vogelsammlung des Museums entstand mit der Gründung des Zoologischen Museums und der Gründung der Berliner Universität im Jahr 1810. Die ältesten Präparate sind über zweihundert Jahre alt. Der Grundbestand stammt aus der königlichen Kunstkammer und der Sammlung des Grafen von Hoffmannsegg. Aus dieser Zeit sind mehr als zweihundert Präparate erhalten. Die Sammlungsgeschichte wurde insbesondere von den Kuratoren und herausragenden deutschen Ornithologen J. L. Cabanis, A. Reichenow und E. Stresemann geprägt.

Bibliothek
Zur Sammlung gehört eine umfangreiche Spezialbibliothek mit rund 500 Metern ornithologischer Bücher und Zeitschriften. Sie wurde insbesondere von E. Stresemann aufgebaut und ist aufgrund ihrer historischen Bestände besonders wertvoll. Darüber hinaus wird die Bibliothek der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) verwaltet (http://www.do-g.de/).

Die Sammlung und die Bibliotheken der Abteilung Aves und der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft sind nach Terminabsprache zugänglich. Sie werden jährlich von etwa hundert Gästen besucht.

Stand: 20.11.2013