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Das Museum für Naturkunde bildet die repräsentative Mitte eines Ensembles, das der Architekt August Tiede (1834-1911) auf dem Gelände der ehemaligen Königlichen Eisengießerei an der Invalidenstraße errichtete. 1889 fanden in diesem Gebäude drei zuvor eigenständige Institutionen der Humboldt-Universität eine neue Heimat: das Geologisch-Paläontologische, das Mineralogisch-Petrografische und das Zoologische Museum. Dieser Dreiteilung entsprach Tiede mit dem Bau einer Dreiflügelanlage im Stile der französischen Renaissance und des Barock. |
Sollten die Besucher ursprünglich die gesamten Sammlungen im ganzen Haus besichtigen können, entschied man sich später dafür, die öffentlichen Ausstellungen im Erdgeschoss und die Sammlungen in den anderen Etagen des Hauses unter zu bringen. Diese Trennung von "Schau-" und "Hauptsammlung" galt damals als revolutionär.
Die großzügigen Ausstellungssäle liegen um einen zentralen Lichthof im Erdgeschoss des Museums. Zwei Treppenhäuser erschließen die rückwärtigen Sammlungstrakte.
Der Ostflügel des Museum wurde am 3. Februar 1945 durch Bomben vollständig zerstört. Ende 2006 begann der Wiederaufbau dieses Gebäudeteils, in dem später die in Alkohol aufbewahrten Nass-Sammlungen des Museums und ein Präparatorium Platz finden werden.