Sammlungen











(1) Bereich Wirbeltiere





(2) Bereich Marine und Terrestrische Wirbellose I  
(ohne Insekten)





(3) Bereich Wirbellose II (Insecta)











Die zoologischen Sammlungen sind in ihrer Aufstellung, Konservierung und Dokumentation fast so vielgestaltig wie die Organismengruppen und die Spezialgebiete der langen Reihe betreuender Kustoden. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Pflege- und Verwaltungsanforderungen, nicht zuletzt infolge der wechselvollen Geschichte der Sammlungsteile, einigen kriegsbedingten Schäden und Verlusten, die insbesondere die Dokumentation betreffen. Mit wenigen Ausnahmen ist die Zugänglichkeit und Dokumentation jedoch inzwischen gut. Leihverkehr und Arbeitsmöglichkeiten für Gastwissenschaftler lassen sich in befriedigender Weise organisieren. Manchmal ist noch ein recht hoher Zeitaufwand für Recherchen nach bestimmtem Material nötig, und eine EDV-Erfassung der Sammlungsbestände ist zur Zeit nur in kleinen Teilbereichen im Zuge des Leihverkehrs und der Bearbeitung bzw. Neuübernahme von Sammlungen und eigene Aufsammlungen zu leisten. Dies hängt auch damit zusammen, dass eine Einigung auf ein für alle Naturkundemuseen und spezifische Sammlungserfordernisse kompatibles Programm nur zögerlich zustande kommt, bzw. dieses noch in der Erprobung ist. Die laufenden GBIF - Projekte werden diesen Prozess jedoch beschleunigen helfen. Auch ist zu berücksichtigen, dass eine zuverlässige und nach moderneren systematischen Kriterien erfolgende Dateneingabe (oft nach umfangreichen Literaturrecherchen) von dem Kustos selbst unternommen werden muss: geographische Angaben der Qualität „angekauft aus Deutsch Ostafrika, 1.III.1913“ oder „Südpazifik“ sind durchaus häufig zu findende Katalogeintragungen; verblasste oder ehemals außen an den Gläsern angeklebte und in den Kriegswirren abgefallene ‘Labels’ erforderten und erfordern oft heute noch die Identifizierung von z.B. Typusindividuen nach Literaturbeschreibungen; frühere Verschmelzungen von umfangreichen Sammlungen ohne zulängliche Katalogdokumentation (z.B. die ehemals getrennten alten anatomischen und zoologischen Sammlungen) bereiten bis in die heutige Zeit Identifikations- und Zuordnungsprobleme. Dies sind sicher keine Spezifika unserer Sammlung allein, vielleicht hier nur besonders akzentuiert. Die alte Eingangsbuch- und Kartei-Registratur erlaubt jedoch in den meisten Fällen eine hohe „Zugriffsgeschwindigkeit“, zumindest nach taxonomischen Kriterien auf Art- und Gattungsebene. Tiergeographische und Großgruppen umfassende systematische Recherchen dauern im allgemeinen etwas länger.